AMD, RDNA

AMD RDNA 5: Nächste Gaming-Generation erst 2027/ 2028

09.06.2026 - 01:22:35 | boerse-global.de

Die nächste AMD-Grafikgeneration verzögert sich aufgrund von Lieferkettenproblemen und KI-Boom deutlich. Auch Nvidias RTX-60-Serie kommt später.

AMDs RDNA 5-Grafikkarten: Marktstart wohl erst 2027 oder 2028
AMD - A close-up of a high-tech graphics card with glowing blue lines, overlaid with a translucent red 'DELAYED' stamp. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gamer müssen sich in Geduld üben: AMDs nächste Grafikkarten-Generation lässt wohl bis 2027 oder sogar 2028 auf sich warten. Das berichten Branchenkenner von der Computex 2026 in Taipeh.

Engpässe in der Lieferkette bremsen die Entwicklung

Die Verzögerung markiert eine deutliche Verlangsamung des sonst üblichen Hardware-Zyklus. Laut Aussagen von Board-Partnern auf der Computex Anfang Juni 2026 sind vor allem systemische Engpässe im Halbleiter- und Speichermarkt verantwortlich.

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Der enorme Hunger nach KI-Chips hat die Fertigungskapazitäten gebunden. Kritische Komponenten für Consumer-Grafikkarten werden knapp. Besonders der DRAM-Mangel und die steigenden Kosten für den neuen GDDR7-Speicher bereiten den Herstellern Kopfzerbrechen. Die Folgen: Der Markt für High-End-Gaming-Hardware bleibt mindestens ein weiteres Jahr angespannt.

RDNA 5 zielt auf das Oberklasse-Segment

Mit der neuen Architektur will AMD strategisch umschwenken. Während die im März 2025 gestartete RDNA-4-Generation mit Karten wie der Radeon RX 9070 XT vor allem den Massenmarkt bediente, soll RDNA 5 die Rückkehr ins Enthusiasten-Segment bringen.

Branchenintern kursieren bereits technische Spezifikationen: Der High-End-Chip Navi 5X könnte demnach bis zu 96 Compute Units und 12.288 Kerne bieten. Ein 512-Bit-Speicherinterface mit 24 bis 32 Gigabyte VRAM wäre ebenfalls denkbar. Sollten sich die Zeitpläne der Board-Partner bestätigen, lägen zwischen RDNA 4 und RDNA 5 rund drei Jahre – eine deutliche Abweichung vom bisherigen 18- bis 24-Monate-Rhythmus.

Auch NVIDIA kämpft mit langen Entwicklungszeiten

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AMD steht mit dem Problem nicht allein da. Auch NVIDIAs nächste Architektur, die RTX-60-„Rubin“-Serie, wird frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.

Bis dahin setzt der Marktführer offenbar auf Zwischenlösungen. Insidern zufolge ist eine RTX-50-Super-Serie wieder im Gespräch, die auf der CES 2027 vorgestellt werden könnte. Die überarbeiteten Modelle sollen mit 3-GB-GDDR7-Modulen ausgestattet sein – möglich wären etwa eine RTX 5070 Super mit 18 GB sowie 24-GB-Varianten der RTX 5070 Ti Super und RTX 5080 Super.

Für Gamer bedeutet das: Während beide Hersteller unter der hohen KI-Nachfrage und den Komponentenengpässen leiden, wird der Markt bis zum großen Architektursprung Ende 2027 von kleineren Updates leben müssen.

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