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AMD Helios: Neue KI-Supercomputer für Microsofts Azure-Cloud

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 12:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMD und Microsoft besiegeln Partnerschaft für Helios-Rack-Systeme. Der Deal soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben.

AMD Helios: Milliarden-Deal mit Microsoft für KI-Cloud-Infrastruktur
Leuchtender Server-Rack mit AMD-GPUs und -CPUs, umgeben von digitalen Datenströmen, die KI und Cloud-Infrastruktur repräsentieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Chiphersteller liefert Microsoft seine neue KI-Supercomputer-Technologie Helios – ein Milliarden-Deal für die Azure-Cloud.

AMD und Microsoft haben ihre Zusammenarbeit am Sonntag erweitert. Im Zentrum steht die Integration von AMDs neuem Helios-Rack-System in die Azure-Cloud-Infrastruktur. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die steigende Nachfrage nach generativer Künstlicher Intelligenz zu bedienen – insbesondere für rechenintensive KI-Modelle und High-Performance-Computing (HPC).

Helios: Ein Rechenkraftwerk im Rack-Format

Das AMD Helios-System ist als hochverdichtete KI-Plattform konzipiert. Ein einzelnes Rack vereint 72 Instinct MI455X-GPUs und EPYC-Venice-Prozessoren der sechsten Generation. Die technischen Daten können sich sehen lassen: 2,9 Exaflops bei FP4-Genauigkeit und 1,4 Exaflops bei FP8-Leistung.

Die Hardware besteht aus 18 Rechen-Einschüben, jeder bestückt mit vier MI455X-GPUs und einem EPYC-Venice-Chip. Hinzu kommen 31 Terabyte HBM4-Speicher mit einer GPU-Bandbreite von 19,6 Terabyte pro Sekunde. Für die Vernetzung sorgen Pensando-Datenverarbeitungseinheiten (DPUs), die 260 TB/s im Scale-up- und 43 TB/s im Scale-out-Betrieb ermöglichen.

AMD setzt bei Helios auf offene Industriestandards – darunter die OCP-ORW-Spezifikation, UALink und das Ultra-Ethernet-Consortium-Framework. Erste Muster sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden, die Massenproduktion ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

Microsoft als erster Hyperscaler an Bord

Microsoft ist der erste große Cloud-Anbieter, der sich öffentlich zur Nutzung von Helios in großem Maßstab verpflichtet hat. Die Systeme werden die neuen Azure-ND-MI455X-v7-VMs antreiben, die speziell für KI-Inferenz optimiert sind.

Doch damit nicht genug: Microsoft bringt zwei weitere VM-Serien auf Basis der EPYC-Venice-Prozessoren:

  • Azure HDv2: Für agentische KI und Daten-Pipelines – mit rund 500 EPYC-Venice-Kernen, 4 TB RAM und 32 TB NVMe-Speicher.
  • Azure HXv2: Für Halbleiterdesign und Elektronikentwicklung – 176 Kerne mit Taktraten über 5 GHz und 800-Gb-InfiniBand-Anbindung.

Die Integration von AMDs Pensando-DPUs mit dem Azure-Boost-System soll die Netzwerkeffizienz in KI-Clustern deutlich verbessern. Branchenexperten schätzen das Volumen des Hardware-Deals auf fünf bis zehn Milliarden Euro.

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Wettbewerb und Ökosystem

Mit Helios positioniert sich AMD als direkter Konkurrent zu hochwertigen Rack-Lösungen anderer Branchengrößen. AMD-Technologiechef Mark Papermaster hob die Bedeutung des ROCm-Software-Stacks hervor, der mit wichtigen KI-Frameworks wie PyTorch, TensorFlow und JAX kompatibel ist.

Neben Microsoft haben sich weitere Tech-Schwergewichte zur Helios-Plattform bekannt: Meta, OpenAI und Oracle. Auch Partner wie HPE, Celestica und Nutanix sind Teil des wachsenden Ökosystems.

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Der Ausbau folgt auf eine Phase starken Wachstums im AMD-Rechenzentrumsgeschäft. Im ersten Quartal 2026 erzielte der Bereich 5,78 Milliarden Euro Umsatz – ein Plus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die AMD-Führung erwartet, dass die KI-bezogenen Data-Center-Umsätze ab 2027 in die zweistelligen Milliardenhöhen steigen, sobald Helios und der MI455X-Beschleuniger in großer Stückzahl ausgeliefert werden.

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