AMD FSR: 8x-Frame-Generator versteckt im neuen Adrenalin-Treiber
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 23:37 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Versteckte Einträge im aktuellen Adrenalin-Treiber deuten auf einen Multi-Frame-Generator mit bis zu 8-facher Leistungssteigerung hin.
Geheimnisvolle Treiber-Funde
Aufmerksame Nutzer des chinesischen Chiphell-Forums haben im Adrenalin 26.6.2-Treiber versteckte Einstellungen entdeckt. Das Tool RadeonTuner förderte mehrere „Override"-Optionen zutage – darunter eine MFG-Ratio (Multi-Frame Generation), die sich von 1x bis zu 8x skalieren lässt.
Die Technik wäre ein gewaltiger Sprung: Bei 8x würde die Software für jedes tatsächlich berechnete Bild sieben künstlich erzeugte Zwischenbilder einfügen. Branchenbeobachter rechnen vor: Aus 60 Bildern pro Sekunde (FPS) könnten theoretisch 480 FPS werden. Die Herausforderungen liegen jedoch auf der Hand – Latenzzeiten und Bildfehler könnten die hohe Zahl schnell zunichtemachen.
Zum Vergleich: Nvidias aktuelle Frame-Generation-Technologie arbeitet mit maximal 6x – AMDs Ansatz würde diesen Wert also übertreffen.
Raytracing der nächsten Stufe
Die Treiber-Funde beschränken sich nicht auf Frame-Generierung. Zusätzlich fanden sich Verweise auf „Ray Regeneration" und „Neural Radiance Caching". Ersteres scheint eine Entsprechung zu Nvidias Ray Reconstruction zu sein – eine Art Rauschunterdrückung, die die Bildqualität bei Raytracing-Effekten verbessern soll.
Doch Vorsicht: Die versteckten Optionen sind derzeit nicht funktionsfähig. Tests auf aktuellen RDNA-4-Karten wie der RX 9070 XT und RX 9060 XT zeigten keinerlei messbare Effekte in Echtzeitanwendungen. Die Optionen lassen sich zwar per Software aktivieren, bleiben aber wirkungslos.
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Hardware-Sperre und Zeitplan
Technikexperten vermuten, dass AMD die neuen Features für die kommende RDNA-4-Generation reserviert hat. Ein Rückwärtssupport für ältere Radeon-Generationen scheint unwahrscheinlich. Die Integration in das ADLX FidelityFX SDK deutet jedoch darauf hin, dass die Entwickler-Unterstützung bereits vorbereitet wird.
Erste Tests mit erzwungenen Einstellungen in Titeln wie Forza Horizon 6, Pragmata, Resident Evil 9 und Death Stranding 2 blieben ergebnislos. Auch Call of Duty: Black Ops 7, Crimson Desert und Warhammer 40k: Darktide zeigten keine Veränderungen.
FSR 4.1 rollt parallel aus
Während die 8x-MFG noch in den Startlöchern steht, bringt AMD parallel FSR 4.1 für die aktuelle Produktpalette. Erste Vorführungen auf RDNA-3-Hardware – konkret der Radeon RX 7600 – zeigten in Ghost of Tsushima deutliche Verbesserungen bei Kantenglättung und Schärfe gegenüber FSR 3.1.
Linux und SteamOS profitieren
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Neben den Treiber-Leaks gibt es Fortschritte im Linux-Ökosystem: Die FSR-4-Bibliothek wurde in Valves Proton Experimental integriert, der Schicht, die Windows-Spiele unter SteamOS lauffähig macht. Besitzer von Steam Machines und Handhelds könnten so von FSR 3 auf FSR 4 upgraden.
Valve arbeitet eigenen Angaben zufolge mit AMD an der Finalisierung – ein konkretes Datum für die stabile Freigabe auf SteamOS steht jedoch noch aus. AMD hat bestätigt, dass ein breiterer Rollout von FSR 4.1 für die RX-7000- und RX-6000-Serien geplant ist, mit Fokus auf verbesserte Effizienz gegenüber den CPU-lastigen FSR-3-Implementierungen.
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