AMD, Adrenalin

AMD Adrenalin 26.6.2: Kritischer Fehler auf Windows 10 lahmt Millionen

23.06.2026 - 17:37:21 | boerse-global.de

Millionen Windows-10-Nutzer sind von Installationsproblemen des AMD Adrenalin 26.6.2 Treibers betroffen. Ein offizieller Patch steht noch aus.

AMD räumt schweren Fehler in neuen Grafiktreibern ein
AMD - A close-up of an AMD Radeon graphics card with a subtle digital glitch effect, representing a software bug. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

6.2 Treibern eingeräumt. Das Update funktioniert auf Windows 10 Systemen nicht richtig – betroffen sind Millionen Nutzer.

Installationschaos nach Treiber-Update

Die Probleme traten unmittelbar nach der Veröffentlichung am Montag auf. Nutzer berichten von fehlgeschlagenen Installationen und Systemfehlern. Die Radeon Software startet gar nicht erst, stattdessen erscheint eine Inkompatibilitätsmeldung. Im Windows Geräte-Manager zeigt sich zudem ein gelbes Ausrufezeichen – sicheres Zeichen dafür, dass der Grafiktreiber nicht ordnungsgemäß arbeitet.

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AMDs Lösung ist ernüchternd: Betroffene sollen auf die Vorgängerversion Adrenalin 26.6.1 zurückstufen. Ein offizieller Patch steht noch aus.

FSR 4.1: Das große Versprechen

Dabei hatte AMD mit dem Update Großes vor. Einen Monat früher als geplant brachte der 26.6.2 Treiber die FidelityFX Super Resolution (FSR) 4.1 auf die Radeon RX 7000 Serie (RDNA 3). Die neue Technologie setzt auf maschinelles Lernen und ein INT8-Modell – speziell zugeschnitten auf die RDNA 3 Hardware.

Die Versprechungen sind beeindruckend: Bis zu 30 Prozent bessere Bildqualität im Vergleich zu FSR 3.1. Über 300 Spiele sollen profitieren. In Crimson Desert etwa steigt die Bildrate auf einer RX 7900 XTX von 43 auf 64 Bilder pro Sekunde – in 4K-Auflösung. Ein echter Sprung.

Doch die Enttäuschung für viele: Die Frame-Generierung bleibt den neueren RDNA 4 Karten vorbehalten.

Game-Optimierungen und altbekannte Probleme

Der WHQL-Treiber bringt zudem Optimierungen für aktuelle Titel wie Assassin's Creed Black Flag Resynced und DOOM: The Dark Ages – Revelations. Auch einige lästige Fehler wurden behoben:

  • Abstürze in RoadCraft auf RX 7000 Karten gehören der Vergangenheit an
  • Das „Purple Screen"-Problem mit HP Reverb G2 Headsets auf RX 6000 GPUs ist gefixt
  • DirectX 12 Abstürze und HDMI 2.1 VRR-Flackern wurden adressiert

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Nicht alle Probleme gelöst

Doch ganz sauber ist die Sache nicht. AMD räumt ein, dass Besitzer von Ryzen AI 9 HX 370 Prozessoren weiterhin mit Abstürzen in Battlefield 6 kämpfen. Und während RDNA 3 nun offiziell unterstützt wird, müssen sich Besitzer von RDNA 3-basierten APUs noch gedulden – der Support kommt später im Jahr. Für RDNA 2 ist FSR 4.1 sogar erst für Anfang 2027 angekündigt.

Bleibt die Frage: Wie konnte ein so schwerwiegender Fehler die Qualitätskontrolle passieren? Für Windows 10 Nutzer heißt es erst einmal: Zurück zum alten Treiber und abwarten.

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