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Amazfit: Zepp Health testet granulare Cloud-Datenschutz-Kontrolle

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 22:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zepp Health erprobt getrennte Cloud-Schalter für Gesundheits-, Fitness- und Profildaten. Der Start für alle Amazfit-Nutzer bleibt offen.

Zepp Health testet neue Datenschutzregler für Amazfit-Geräte
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Raum mit einem leeren Holztisch in einer ruhigen, privaten Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Der Wearable-Hersteller Zepp Health bereitet für Nutzerinnen und Nutzer seiner Amazfit-Geräte neue Datenschutzoptionen vor. Künftig sollen Anwender eine präzisere Kontrolle darüber erhalten, welche persönlichen Gesundheits- und Trainingsdaten an die Server des Unternehmens übertragen werden. Entsprechende Anpassungen zeichnen sich in der Android-App des Herstellers ab, wie ein Bericht von gadgetsandwearables.com vom 20. September 2026 darlegt.

Getrennte Schalter für verschiedene Datenkategorien

In der Version 10.8.6 des Android-Installationspakets (APK) der Zepp-App sind Hinweise auf neue Einstellungsmenüs für den Cloud-Abgleich aufgetaucht. Demnach testet das Unternehmen eine Aufteilung, die es Anwendern ermöglicht, die Synchronisierung für Gesundheitsdaten, Fitnesswerte und Profilinformationen über separate Schalter individuell zu steuern. Darüber hinaus ist eine zentrale Funktion vorgesehen, mit der sich der Datenabgleich vollständig abschalten lässt.

Bislang werden Daten von Fitnesstrackern und Smartwatches bei aktiver Verbindung in der Regel umfassend mit den Rechenzentren der Hersteller synchronisiert, um geräteübergreifende Auswertungen und Langzeitanalysen zu ermöglichen. Die neuen Schalter sollen den Anwendern mehr Flexibilität geben, wenn sie bestimmte Informationen ausschließlich lokal auf dem Endgerät behalten möchten.

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Auswirkungen auf Funktionen und Dienste

Die Trennung betrifft unter anderem detaillierte Fitnessinformationen. In diese Kategorie fallen absolvierte Workouts, der Aktivitätsindex PAI, die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max) sowie Messwerte zur Laktatschwelle. Wer die Übertragung unterbindet, behält diese Trainingsanalysen auf dem eigenen Smartphone.

Die Deaktivierung einzelner Synchronisierungsbereiche bringt jedoch funktionale Einschränkungen mit sich. Sollte der Profilabgleich ausgeschaltet werden, stehen gespeicherte Kontakte auf dem Wearable nicht mehr zur Verfügung. Zudem wirkt sich ein Stopp des Profil-Syncs auf die Verwaltung der gekoppelten Ausrüstung aus, die dadurch nur noch eingeschränkt nutzbar ist.

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Auch weiterführende Auswertungen sind an eine funktionierende Online-Anbindung gekoppelt. Dienste wie die LifeLoad-Auswertung setzen zwingend auf die Verarbeitung in der Cloud, um Belastungs- und Erholungsmuster zu ermitteln. Ebenso setzt die Ladeoptimierung HybridCharge auf die Serverinfrastruktur des Herstellers auf und steht ohne Cloud-Anbindung nicht vollumfänglich bereit.

Freigabe für Anwender steht noch aus

Bislang sind die erweiterten Schalter für die Synchronisierung noch nicht offiziell freigegeben. Die Optionen wurden im Code des Android-Pakets entdeckt, wurden jedoch für die breite Nutzerschaft noch nicht standardmäßig aktiviert. Wann Zepp Health die verfeinerten Datenschutzeinstellungen für alle Amazfit-Modelle regulär per Update ausrollt, bleibt vorerst offen.

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