Alzheimer, Demenz

Alzheimer und Demenz: Kostenlose Schulungen für Angehörige ab September

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bundesweite Informationsreihen zur Demenz: Fachvorträge, Schulungen und soziale Aktivitäten sollen Betroffene und Pflegende im Herbst 2026 entlasten.

Demenz-Herbst 2026: Aufklärungsinitiativen und Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige
Ein heller, ruhiger Beratungsraum mit einem leeren Stuhl, einem Glas Wasser und Informationsbroschüren auf einem Tisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Versorgung und Beratung von Menschen mit Demenz sowie deren Angehörigen bleibt ein zentrales Thema im Gesundheitssektor. Um die Aufklärung über die neurodegenerative Erkrankung zu fördern, organisieren medizinische Einrichtungen und Selbsthilfeorganisationen im Spätsommer und Herbst 2026 eine Reihe von Informationsveranstaltungen. Im Fokus stehen dabei sowohl die medizinische Diagnostik als auch die praktische Alltagsbewältigung und die psychische Entlastung der Pflegenden.

Medizinische Aufklärung und kommunikative Strategien

Ein wesentlicher Bestandteil der Informationsoffensive ist die Vermittlung von aktuellem medizinischem Fachwissen. Am 9. September 2026 informiert PD Dr. Oliver Kastrup, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Philippusstift, über die Ursachen, die Diagnostik sowie moderne Behandlungsmöglichkeiten von Demenz und Alzheimer.

Die Veranstaltung bietet zudem Raum für einen Austausch mit der Alzheimer Selbsthilfegruppe Essen e.V., wobei die Teilnahme am Infonachmittag kostenfrei ermöglicht wird.

Ergänzend zu den medizinischen Grundlagen rückt die Kommunikation mit Betroffenen in den Mittelpunkt der fachlichen Beratung. Die Alzheimer Gesellschaft Rhein-Kreis Neuss thematisiert diesen Aspekt in mehreren Vorträgen im Seniorenhaus Korschenbroich.

Während eine Veranstaltung am 2. September 2026 die Differenzierung zwischen gewöhnlicher Vergesslichkeit und einer beginnenden Erkrankung behandelt, widmet sich ein weiterer Termin am 9. September 2026 gezielt der Kommunikation mit Demenzerkrankten. Beide Fachvorträge werden von Karen Lucius geleitet.

Regionale Beratungs- und Schulungsangebote für Angehörige

Da die häusliche Pflege oft mit hohen Belastungen verbunden ist, haben diverse Träger spezifische Gesprächskreise und Schulungsprogramme initiiert. Die Seniorenberatung des Landkreises Augsburg organisiert hierzu im September 2026 mehrere Termine.

Gesprächskreise für Angehörige finden unter anderem am 9. September in Schwabmünchen, am 10. September in Diedorf sowie am 15. September in Gersthofen statt. Für eine ortsunabhängige Teilnahme ist zudem ein Online-Gesprächskreis für den 29. September 2026 angesetzt.

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In Thüringen setzen das DRK-Seniorenbegegnungszentrum und die Fachstelle Demenz Jena auf eine Kombination aus Information und Aktivierung. Nach einem Tag der offenen Tür am 27. August 2026, der neben Fachvorträgen auch Angebote wie Seniorensport und Nordic Walking umfasste, starten ab dem 1. September 2026 wöchentliche Schulungen für Angehörige. Diese kostenfreien Kurse erstrecken sich über einen Zeitraum bis zum 20. Oktober 2026.

Soziale Teilhabe und mediale Aufarbeitung

Neben der direkten Beratung gewinnen Formate an Bedeutung, die die soziale Teilhabe fördern und das Thema Demenz in die Öffentlichkeit tragen. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit der Alzheimer-Gesellschaft Lechrain, die monatliche Bauernhof-Besuche für Erkrankte und deren Angehörige organisiert. Aktivitäten wie Stallbesuche oder das Binden von Kräuterbuschen auf dem Laurahof in Schwabsoien sollen dabei als niederschwellige Angebote dienen.

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Zudem werden kulturelle Ansätze genutzt, um die gesellschaftliche Wahrnehmung zu schärfen:
- Das Forum Demenz präsentiert am 24. September 2026 im Universum Theater Landau den Spielfilm „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“, begleitet von Informationsständen zu Unterstützungsmöglichkeiten.
- In Südtirol veranstaltet der Verein ASAA am 18. und 21. September 2026 Veranstaltungen zum Welt-Alzheimer-Tag in einer Gärtnerei in Bozen, an denen unter anderem Sophie Rosentreter und Letizia Espanoli mitwirken.
- In Bad Neustadt an der Saale wurde bereits im August 2026 die Wanderausstellung „Demenz neu sehen“ gezeigt. Die vom Sparkassenverband Bayern finanzierte Schau präsentierte 15 großformatige Fotografien, um einen neuen Blick auf die Erkrankung zu ermöglichen.

Für die Entlastung im Alltag organisieren Träger wie die Caritas Rosenheim zudem spezifische Freizeitangebote. Am 1. Oktober 2026 ist ein durch die Bentzinger Stiftung unterstützter Tagesausflug für Pflegebedürftige und ihre Begleiter nach Tirol geplant, um den Austausch in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen.

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