Alzheimer-Prävention, SGLT2-Hemmer

Alzheimer-Prävention: SGLT2-Hemmer senken Risiko um 43 Prozent

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 07:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Akuter Stress verhindert die Verknüpfung neuer Informationen im Gehirn. Zudem steigt das Risiko für Demenz und Migräne durch Umweltfaktoren.

Stress blockiert Gedächtnis: Neue Studie zeigt Folgen
Ein stilisiertes leuchtendes Gehirn mit fragmentierten neuronalen Netzen über der Silhouette einer gestressten Person. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Forscher unter Leitung von Kai Schüren untersuchten 121 Probanden. Die Ergebnisse wurden heute im Fachjournal Science Advances veröffentlicht.

Stress blockiert die Fähigkeit des Hippocampus, neue Informationen mit bestehendem Wissen zu verknüpfen. Gestresste Teilnehmer speicherten neue Inhalte isoliert ab – statt sie ins vorhandene Gedächtnisnetzwerk einzubetten.

Die Folge: Das Gehirn erkennt Zusammenhänge schlechter. Die Lernfähigkeit leidet, besonders in Drucksituationen.

Wenn der Urlaub krank macht

Nicht nur akuter Stress ist problematisch. Auch die Erholungsphase birgt Risiken.

Eine Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt: 72 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland kennen das Phänomen „Leisure Sickness“. Sie werden krank, sobald der Urlaub beginnt.

Der Grund: Der Cortisolspiegel fällt abrupt ab. Das Immunsystem wird anfälliger für Infekte und Migräne. Mehr als ein Drittel der Befragten liest zudem im Urlaub weiterhin berufliche Mails.

Volker Busch, Leiter der Stressambulanz an der Universität Regensburg, rät zu einem anderen Umgang mit Belastung. Kurzfristiger Stress könne Wachstum fördern. Entscheidend sei die Abgrenzung zur chronischen Belastung. Empfohlen werden entschleunigte Übergangswochen vor dem Urlaub und feste Rituale.

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Medikamente senken Alzheimer-Risiko

Die langfristigen Folgen von Stress und Entzündungen sind enorm. Neue Forschung liefert aber auch Hoffnung.

Eine NIH-Studie zeigt: Bestimmte Diabetes-Medikamente senken das Alzheimer-Risiko deutlich. SGLT2-Hemmer reduzierten es um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Ein neuer Biomarker-Test kann Neuroinflammationen zudem innerhalb von 17 Minuten nachweisen.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Eine schwedische Langzeitstudie mit 1.865 Teilnehmern über 15 Jahre belegt: Eine entzündungsarme Ernährung senkt das Demenzrisiko um bis zu 29 Prozent. Besonders profitieren Menschen mit erhöhten p-tau217-Werten.

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Schlaf, Wetter und Chemikalien

Weitere Faktoren beeinflussen die kognitive Gesundheit:

Schlafapnoe: Eine Untersuchung mit 2.800 Teilnehmern zeigt: Atemaussetzer im Schlaf verschlechtern Gedächtnistests. Patienten mit Atemmaske schnitten besser ab.

Wetter und Umwelt: Die Universität Sichuan wertete 31 Studien aus. Temperaturwechsel und Luftdruckschwankungen sind signifikante Migräne-Auslöser. Auch Ozon und Feinstaub erhöhen das Risiko.

Chemische Belastung: Die Universität Stockholm warnt vor dem Fungizid Fluazinam. Tierversuche aus dem Jahr 2005 deuten auf eine Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung hin. Die EFSA prüft den Fall – eine Entscheidung wird für Anfang 2027 erwartet.

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