Alzheimer-Prävention, Diabetes-Medikamente

Alzheimer-Prävention: Diabetes-Medikamente senken Risiko um 43%

01.07.2026 - 13:21:11 | boerse-global.de

Die Bundesregierung erhöht die Alkoholsteuer auf Spirituosen und plant eine Zuckerabgabe. Parallel zeigen Studien neue Wege zur Alzheimer-Prävention auf.

Alkohol- und Zuckersteuer: Neue Abgaben ab 2027 und 2028
Alzheimer-Prävention - Ein Glas Rotwein und eine Schale mit Zuckerwürfeln auf einem dunklen Tisch, symbolisch für die Gesundheitsdebatte. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesregierung plant weitreichende Maßnahmen gegen Genussmittel – parallel liefert die Forschung neue Erkenntnisse über gesundes Altern.

Alkoholsteuer: Spirituosen werden teurer

Das Bundesfinanzministerium will die Alkoholsteuer auf Spirituosen zum 1. Januar 2027 um 20 Prozent erhöhen. Der Preis pro Liter Reinalkohol steigt von 13,03 auf 15,64 Euro. Für eine 0,7-Liter-Flasche mit 40 Prozent Alkohol bedeutet das rund 87 Cent mehr.

Bier und Wein bleiben von der Erhöhung verschont. Auch Schaumweine und Alkopops sind betroffen. Eine Expertenkommission hatte sogar eine Anhebung um 40 Prozent empfohlen – das Ministerium bleibt dahinter zurück.

Der niederländische Gesundheitsrat geht noch weiter. In einer Stellungnahme vom 25. Juni forderte er Preiserhöhungen, neutrale Verpackungen und den Verkauf nur noch in Fachgeschäften.

Weinbranche setzt auf weniger Alkohol

Parallel zu den Steuerplänen verändert sich der Markt. Deutsche Weine mit maximal 12 Volumenprozent werden immer beliebter – vor allem bei jüngeren Konsumenten. Winzer reagieren mit früherer Ernte und gezieltem Laubschnitt, um den Zuckergehalt der Trauben zu senken.

Die Weltgesundheitsorganisation stellte bereits 2023 fest: Es gibt keine sichere Untergrenze für Alkoholkonsum. Andere Studien deuten darauf hin, dass moderate Mengen – bis 25 Gramm pro Tag bei Frauen, 45 Gramm bei Männern – keinen signifikanten Zusammenhang mit der Gesamtmortalität zeigen.

Zuckersteuer kommt 2028

Die Bundesregierung plant eine gestaffelte Abgabe auf Erfrischungsgetränke. Ab 2028 sollen 20 Cent pro Liter fällig werden, wenn der Zuckergehalt 5 Gramm pro 100 Milliliter übersteigt. Bei mehr als 8 Gramm steigt der Aufschlag auf 30 Cent.

Ziel ist eine Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen um jährlich 450 Millionen Euro. Langfristig sollen die gesellschaftlichen Kosten durch Fehlernährung sinken.

Die medizinische Relevanz zeigt sich in der Menopause-Forschung: Östrogenmangel verändert die Fettverteilung und senkt den Grundumsatz. Eine Ernährung mit Protein, Kalzium, Ballaststoffen und Phytoöstrogenen aus Soja oder Leinsamen kann stabilisierend wirken.

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Diabetes und Psyche: Die unterschätzte Verbindung

Die RKI-Studie „Gesundheit 65+“ aus den Jahren 2021 bis 2023 belegt: Typ-2-Diabetes erhöht die Wahrscheinlichkeit für depressive Symptome um 60 Prozent. 31 Prozent der Betroffenen leiden unter verstärktem Einsamkeitsempfinden.

Allein im Kreis Herzogtum Lauenburg sind rund 18.000 Menschen von Typ-2-Diabetes betroffen. Sommerliche Hitzeperioden werden für sie zum Risiko. Experten raten bei Temperaturen über 30 Grad zu engmaschigerer Blutzuckerkontrolle. Insulin muss zwischen 2 und 8 Grad gelagert werden.

Neue Wege gegen Alzheimer

Die Forschung liefert gleich mehrere vielversprechende Ansätze. Eine südkoreanische Studie im Journal of Alzheimer's Disease zeigt: Wer weniger als 1,2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinkt, hat höhere Amyloid-?-Ablagerungen im Gehirn – ein Marker für Alzheimer.

Noch deutlicher sind die Ergebnisse zu Diabetes-Medikamenten. Daten des National Institutes of Health belegen: SGLT2-Hemmer und GLP-1-Agonisten senken das Alzheimerrisiko um bis zu 43 Prozent. Eine britische Langzeitstudie mit Daten von 2007 bis 2021 bestätigt eine geringere Demenzrate bei Patienten mit modernen Antidiabetika.

Zelluläre Verjüngung: Molekül regeneriert Mitochondrien

Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung in Jena identifizierten Phosphatidylcholin als Schlüsselmolekül. In Nature Communications zeigten sie: Die Gabe dieses Moleküls regeneriert die Struktur gealterter Mitochondrien innerhalb kurzer Zeit.

Wissenschaftler der Universität Cambridge fordern ergänzend eine Kombination aus aerobem Training und Krafttraining – verbunden mit erhöhter Proteinzufuhr. Das senke das Sterberisiko im Alter signifikant.

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Schon eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr unter 1,2 Litern täglich kann Alzheimer-Marker im Gehirn erhöhen – das zeigt eine südkoreanische Studie. Unser kostenloser Report liefert Ihnen einen konkreten Trinkplan und weitere wissenschaftlich fundierte Präventions-Tipps. Trinkplan und Präventions-Tipps jetzt sichern

Neue Regeln für Bürgergeld

Ab Juli 2026 gelten verschärfte Sanktionen beim Bürgergeld. Wer in Vorstellungsgesprächen alkoholisiert auftritt, muss mit Kürzungen rechnen – sofern keine medizinisch anerkannte Abhängigkeit vorliegt.

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