Alzheimer-Prävention, DHA-Studie

Alzheimer-Prävention: DHA-Studie zeigt überraschend keinen Gedächtnis-Effekt

30.06.2026 - 14:03:33 | boerse-global.de

Neue Forschungsprojekte zur Gehirngesundheit erhalten Millionen, während eine DHA-Studie zur Alzheimer-Prävention keine Gedächtnisverbesserung zeigt.

Hirnforschung: Millionen-Förderung und enttäuschende DHA-Studie
Alzheimer-Prävention - Ein stilisiertes Gehirn mit leuchtenden neuronalen Netzen, umgeben von digitalen Datenströmen, vor einem unscharfen Universitätsgebäude. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

DFG, EU und Universitäten investieren Millionen in Projekte, die Kognition, Wohlbefinden und psychische Stabilität erforschen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Es geht voran – aber nicht immer wie erwartet.

Universität Bamberg: 2 Millionen für die WELLCOG-Studie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein neues Großprojekt an der Universität Bamberg. Im Rahmen des Emmy-Noether-Programms erhält Dr. Johanna Hartung bis zu 2.064.646 Euro für die nächsten sechs Jahre.

Ihr Ziel: die Zusammenhänge zwischen kognitiven Fähigkeiten und subjektivem Wohlbefinden über die gesamte Erwachsenenlebensspanne zu analysieren. Die Nachwuchsgruppe umfasst vier Promotionsstellen. Die Forscher wollen verstehen, wie sich geistige Leistungsfähigkeit und Lebensqualität gegenseitig beeinflussen – und welche Faktoren den Erhalt dieser Funktionen im Alter sichern.

Omega-3-Fettsäuren: Enttäuschung in der Alzheimer-Prävention

Ein Hoffnungsträger fällt durch. Eine Ende Juni veröffentlichte Studie von Keck Medicine of USC untersuchte die Wirkung von Docosahexaensäure (DHA) auf das Alzheimer-Risiko. 365 Erwachsene zwischen 55 und 80 Jahren nahmen zwei Jahre lang täglich 2.000 mg DHA ein.

Das Ergebnis: Der DHA-Spiegel im Liquor stieg um 17 Prozent – die Substanz erreicht das Gehirn also. Doch das Gedächtnis verbesserte sich nicht. Auch die Schrumpfung des Hippocampus, ein wichtiger Alzheimer-Indikator, blieb unbeeinflusst. Kein signifikanter Unterschied zur Placebogruppe.

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Digitale Diagnostik: VR und KI gegen psychische Störungen

Der Europäische Forschungsrat setzt auf Technologie. Im Juni vergab der ERC Proof of Concept Grants über jeweils 150.000 Euro an Wissenschaftler der Universität Bonn.

Prof. Dr. Dominik Bach entwickelt eine VR-basierte Diagnostik für Angststörungen. Prof. Dr. Philipp Vollmuth arbeitet an einer KI-Plattform für die Radiologie (RAD-AI-INFRA). Beide Projekte zeigen: Künstliche Intelligenz und digitale Umgebungen sollen klinische Befunde zur Hirngesundheit präzisieren.

Globale Studie: Warum wir sofortige Belohnungen bevorzugen

Die Universität Bonn koordiniert eine Online-Studie zu intertemporalen Entscheidungen. Die Frage: Unter welchen Bedingungen bevorzugen Menschen sofortige Belohnungen gegenüber größeren, zeitlich versetzten Vorteilen? Rund 15.000 Personen aus 77 Ländern nehmen teil – die Befragung läuft noch bis zum 18. August.

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Zukunftskompetenzen: Greifswald erhält Auszeichnung

Der Stifterverband zeichnete die Universität Greifswald für das Projekt „Con-Future“ mit der Hochschulperle des Monats Juni aus. Seit April 2026 setzt das Vorhaben auf projektbasiertes Lernen und Mentoring. Ziel: Studierende auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen vorbereiten. Die Laufzeit endet im März 2028.

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