Alzheimer, Kupferverbindung

Alzheimer: Kupferverbindung reduziert Giftstoffe um 42 Prozent

18.06.2026 - 07:09:35 | boerse-global.de

Forscher entdecken Substanz, die Gehirn-Reinigungsfunktion reaktiviert und kognitive Fähigkeiten verbessert.

Kupferverbindung Cu(ATSM) zeigt Potenzial gegen Alzheimer
Alzheimer - Abstrakte Darstellung eines Gehirns mit leuchtenden Nervenbahnen und subtil integrierten Kupferpartikeln, die Innovation und Reparatur symbolisieren. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Forscher der Monash University haben eine Kupferverbindung entdeckt, die die natürliche Reinigungsfunktion des Gehirns reaktivieren kann. Die Substanz Cu(ATSM) zeigte in Laborversuchen vielversprechende Ergebnisse gegen Alzheimer.

Wiederbelebung der Gehirn-Reinigung

Im Zentrum der Studie steht die sogenannte P-gp-Pumpe. Dieses Protein an der Blut-Hirn-Schranke transportiert normalerweise Abfallstoffe aus dem Gehirn. Bei Alzheimer-Patienten ist diese Funktion oft gestört – mit fatalen Folgen: Giftige Proteinablagerungen sammeln sich an.

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Cu(ATSM) kann diese Pumpmechanismen offenbar reparieren. Die Behandlung erhöhte die Anzahl funktionaler P-gp-Pumpen um 24,1 Prozent. Das Ergebnis: Das Gehirn kann toxische Proteine wie Amyloid-beta wieder effektiver ausschleusen.

42 Prozent weniger Giftstoffe

Die Testreihen liefen über 56 Tage – die Ergebnisse sind beeindruckend. Die Kupferverbindung reduzierte die Menge an toxischem Amyloid-beta um 42 Prozent. Noch wichtiger: Auch die kognitiven Fähigkeiten verbesserten sich deutlich.

Das räumliche Lernvermögen stieg um fast 44 Prozent. Auch das Langzeitgedächtnis profitierte von der Behandlung. Die Wissenschaftler sehen darin Hinweise auf eine regenerative Wirkung.

Schnellerer Weg zum Patienten

Ein entscheidender Vorteil: Cu(ATSM) ist kein Neuland. Die Verbindung wird bereits in klinischen Studien gegen Parkinson und ALS getestet. Die Sicherheitsdaten liegen also schon teilweise vor.

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Das könnte den Übergang zu Alzheimer-Studien am Menschen deutlich beschleunigen. Zeitaufwendige regulatorische Hürden ließen sich so schneller nehmen. Die Monash University sieht in den Ergebnissen eine vielversprechende Basis für neue Therapiestrategien gegen kognitiven Verfall.

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