Alzheimer-Früherkennung: KI-Bluttest erkennt Krankheit mit 92% Genauigkeit
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 14:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die globale Phase-3-Studie POLARIS-AD für den oralen Alzheimer-Wirkstoff AR1001 ist abgeschlossen. Am 27. Juli 2026 wurde der letzte Patientenbesuch dokumentiert. Nun beginnt die entscheidende Phase der statistischen Auswertung.
1.535 Patienten in 13 Ländern untersucht
Das biopharmazeutische Unternehmen AriBio hat die Datenerhebung an rund 230 Standorten in den USA, Europa, Korea und China abgeschlossen. Von den 1.535 Teilnehmern beendeten 1.348 die vorgesehene 52-wöchige Dosierungsphase.
CEO Jung Jae-jun betont, dass der Fokus nun auf dem Datenbank-Lock und der anschließenden statistischen Analyse liege. Die Integrität der Daten habe oberste Priorität.
Die Bereitschaft der Probanden für eine weitere Behandlung ist hoch: Rund 95,5 Prozent der Berechtigten – mehr als 1.250 Personen – haben sich für eine offene Verlängerungsstudie entschieden. Diese soll voraussichtlich im Juli 2027 abgeschlossen sein.
Wann kommen die Ergebnisse?
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Topline-Ergebnisse mit ersten zentralen Erkenntnissen zu Wirksamkeit und Sicherheit werden noch dieses Jahr erwartet. Die detaillierte Präsentation ist für den Fachkongress „Clinical Trials on Alzheimer's Disease“ (CTAD) geplant, der am 16. November 2026 in Boston beginnt.
Vorher müssen die Datensätze umfassend validiert und bereinigt werden. Erst nach dem finalen Datenbank-Lock können die statistischen Analysen laufen – sie sind die Grundlage für spätere Zulassungsverfahren.
Neue Allianzen und bessere Diagnostik
Neben den klinischen Fortschritten baut AriBio seine Forschung aus. Am 27. Juli unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit ForeverNK. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von immun-neuralen Konvergenztherapien – eine Kombination aus zentralnervösen Medikamenten und NK-Zelltherapien.
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Auch in der Diagnostik gibt es Bewegung. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte im Juli 2026 neue Richtlinien zur Früherkennung. Forscher der Ruhr-Universität Bochum belegen in der Fachzeitschrift EMBO Molecular Medicine, dass eine Fehlfaltung des Amyloid-?-Proteins im Blut ein starker Indikator für eine spätere Erkrankung ist. Mittels KI-basierter Methoden lässt sich Alzheimer mit 92-prozentiger Genauigkeit bis zu sieben Jahre vor Symptombeginn erkennen.
Parallel untersucht die laufende Phase-3-Studie „PrevenTRON“ mit 1.600 symptomfreien Teilnehmern weitere medikamentöse Ansätze. Experten sehen zudem Hinweise, dass Wirkstoffklassen wie SGLT2-Inhibitoren oder GLP-1-Agonisten das Alzheimer-Risiko senken könnten.
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