Alzheimer, Donanemab

Alzheimer: Donanemab verzögert Progression um sieben Monate

11.06.2026 - 02:01:51 | boerse-global.de

Forschende der ETH Zürich präsentieren einen vielversprechenden Wirkstoff gegen Alzheimer, der Nervenzellabbau bremst und Anti-Aging-Effekte zeigt.

ETH Zürich: Neuer Alzheimer-Wirkstoffkandidat Compound 10 vorgestellt
Alzheimer - Nahaufnahme von Gehirnzellen und neuronalen Netzwerken mit leuchtenden blauen und violetten Verbindungen, die Forschung symbolisieren. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

„Compound 10" bremst in präklinischen Versuchen den Nervenzellabbau.

Der Wirkstoff zielt auf das Protein GRK2 ab. Bei Alzheimer-Patienten verklumpt eine inaktive Form dieses Proteins, stört die Mitochondrien-Funktion und fördert die Produktion von Beta-Amyloid. Compound 10 verhindert diese Verklumpung – und zeigt zusätzlich Anti-Aging-Effekte. Nach Patentanmeldung sucht das Team nun einen Partner für die weitere Entwicklung.

Donanemab zeigt Langzeiteffekte

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Neue Daten vom 10. Juni belegen: Der Antikörper Donanemab verzögert die Alzheimer-Progression auch nach Therapieende. Patienten, die die Behandlung nach 18 Monaten beendeten, profitierten über drei Jahre. Die Verzögerung des Krankheitsfortschritts: rund sieben Monate.

Auch in der Parkinson-Forschung gibt es Fortschritte. Die PADOVA-Studie (Phase III) zeigte: Der Antikörper Prasinezumab verzögerte die Symptomverschlechterung bei 534 Patienten im Frühstadium. Besonders deutlich war der Effekt bei Patienten mit L-Dopa-Einnahme – hier betrug die Verzögerung 16 Wochen.

Smartphone-App erkennt frühe Veränderungen

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) testete die App „neotivTrials". 202 Probanden aus Deutschland und den USA führten alle zwei Wochen digitale Tests durch. Ergebnis: Die App erfasste subtile Verschlechterungen bei leichter kognitiver Beeinträchtigung schneller als herkömmliche klinische Verfahren.

Die LMU München präsentiert ein neues zellbasiertes Modell für die Forschung. Es nutzt CRISPR/Cas9, um krankhafte Tau-Verklumpungen realistisch nachzubilden. Das ermöglicht präzisere Untersuchungen von Tauopathien und effizienteres Testen potenzieller Wirkstoffe.

Warnung vor Glucosamin

Forscher der University of Florida warnen vor Glucosamin. Eine Studie in Nature Metabolism assoziiert das Gelenkmittel mit einer 25 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit für den Übergang von leichter kognitiver Beeinträchtigung zur Alzheimer-Demenz. Bei bestehenden Alzheimer-Patienten stieg die 5-Jahres-Sterblichkeit um 25 Prozent. Für gesunde Gehirne gilt Glucosamin als sicher – bei bereits vorhandenem kognitiven Abbau scheint es schädlich zu wirken.

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Milliardeninvestitionen in die Alzheimer-Therapie

Der Pharmakonzern Eli Lilly schloss einen Lizenzvertrag mit AlzeCure ab – Volumen: eine Milliarde US-Dollar. Gleichzeitig treibt Life Biosciences die Forschung an zellulären Reprogrammierungstherapien voran. Das Unternehmen injizierte einem Glaukom-Patienten erstmals die Therapie ER-100, um Alterungsprozesse umzukehren. Das Feld zieht namhafte Investoren an.

Auf dem ASCO-Kongress 2026 gab es zudem Fortschritte bei der AL-Amyloidose. Die Antikörper Anselamimab und Linvoseltamab zeigten signifikante Ansprechraten – Linvoseltamab verbesserte bei bestimmter Dosierung Nieren- und Herzfunktionen.

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