Alterung, Schüben

Alterung in Schüben: Biologische Umbrüche um 34., 60., 78. Lebensjahr

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 02:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der EBU-Bericht 2026 belegt einen signifikanten Rückgang der Hördauer bei über 60-Jährigen und jungen Erwachsenen.

EBU-Studie: Radiokonsum bei Senioren sinkt deutlich
Eine ältere Frau betrachtet nachdenklich ein modernes Digitalradio in einem gemütlichen Wohnzimmer, das den Wandel der Mediennutzung bei Senioren in Europa symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt der aktuelle EBU-Bericht „Audience Trends Radio 2026“. Bei den über 60-Jährigen sank die tägliche Hörzeit zwischen 2015 und 2025 um 16 Prozent. Bislang galten Senioren als das treueste Hörersegment überhaupt.

Jüngere hören noch weniger Radio

Der Trend trifft alle Altersgruppen – aber unterschiedlich hart. Bei den 15- bis 24-Jährigen brach die Hörzeit um 34 Prozent ein, bei den 25- bis 34-Jährigen um 31 Prozent. Die tägliche Durchschnitts-Hördauer liegt 2025 bei zwei Stunden und zehn Minuten. Das sind vier Minuten weniger als 2024 und 15 Minuten weniger als 2020.

Die wöchentliche Reichweite des Mediums liegt noch bei 81,3 Prozent. Die öffentlich-rechtlichen Sender tun sich besonders schwer: Ihre Wochenreichweite fiel auf 41,6 Prozent, der Marktanteil auf 36,4 Prozent. Beides sind die niedrigsten je gemessenen Werte.

Digital-Umstellung wird zur Hürde

Die Abschaltung analoger Frequenzen verschärft den Rückgang. In der Schweiz wurde UKW zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Die Umstellung auf DAB+ kostet: Autoradios schlagen mit rund 500 CHF zu Buche, Adapterlösungen kosten zwischen 50 und 200 CHF. Berichten zufolge führte der Wechsel zu einem deutlichen Einbruch der Hörerzahlen.

Parallel wächst der Druck auf die Mobilität älterer Menschen. In den Niederlanden protestieren Senioren gegen die geplante Abschaffung von Rabatten im öffentlichen Nahverkehr. Ab dem 1. Januar 2027 drohen höhere Preise. Umfragen zeigen: Viele Senioren mit kleinem Budget empfinden Bus und Bahn bereits jetzt als zu teuer.

Anzeige

Die biologische Alterung verläuft nicht gleichmäßig – sie geschieht in Schüben um das 34., 60. und 78. Lebensjahr. Wer diese Phasen kennt, kann gezielt vorsorgen. Dieser Report zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Gesundheit aktiv gestalten. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Europa wird älter – und kleiner

Der „EU Demography Report 2026“ zeichnet ein klares Bild: Die EU-Bevölkerung erreicht 2029 mit 453,3 Millionen Menschen ihren Höchststand. Danach geht es bergab. Bis 2100 sinkt die Zahl auf unter 399 Millionen. Die Geburtenrate lag 2024 bei 1,34 Kindern pro Frau, die Lebenserwartung bei 81,5 Jahren.

Bis 2050 wird fast jeder dritte EU-Bürger über 65 Jahre alt sein. Die biologische Alterung verläuft dabei nicht gleichmäßig. Proteomik-Studien zeigen: Sie geschieht in Schüben – besonders um das 34., 60. und 78. Lebensjahr.

Prävention rückt in den Fokus

Anzeige

Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sind vermeidbar – durch Bewegung, Ernährung und soziale Aktivität. Doch viele wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Unser Leitfaden gibt Ihnen konkrete Schritte für jede Lebensphase. Präventions-Leitfaden jetzt sichern

Die Politik reagiert mit neuen Vorsorgeprogrammen. Der „Check-up 60 plus“ soll ausgebaut werden. Für Präventionsleistungen waren 2025 insgesamt 734 Millionen Euro eingeplant. Die WHO betont in ihren Leitlinien für 2026: Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sind durch Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Aktivität vermeidbar.

Doch die Kosten steigen. Die Arzneimittelausgaben erreichten 2025 rund 4,9 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg. Gleichzeitig erschweren Lieferengpässe bei über 1.200 Medikamenten die Versorgung. Die zuständigen Ministerien setzen daher verstärkt auf zentrale Beschaffung und den Einsatz von Generika.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69808073 |