Altersmedizin: Uniklinik Bonn startet 13 kostenlose Infoabende
03.07.2026 - 04:23:31 | boerse-global.de
Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) verbindet 2026 niederschwellige Patientenkommunikation mit hochspezialisierter Forschung. Während eine kostenlose Vortragsreihe den direkten Dialog sucht, treiben neue Kooperationen die Digitalisierung der Intensivmedizin voran.
13 kostenlose Infoabende für die Bevölkerung
Das UKB organisiert in diesem Jahr insgesamt 13 kostenlose Informationsveranstaltungen auf dem Venusberg Campus. Die Termine finden jeweils am frühen Abend statt und decken ein breites Spektrum der Altersmedizin sowie chronischer Leiden ab.
Nach Themen wie Herzinsuffizienz im Januar, Alzheimer im Februar sowie Arthrose und Prostataleiden im Frühjahr stehen in der zweiten Jahreshälfte weitere Schwerpunkte an. Dazu gehören Brustkrebs im Juli, Endometriose im September sowie Schlaganfälle und Epilepsie im Oktober. Den Abschluss bilden Veranstaltungen zu Strahlentherapien im November und psychischen Erkrankungen im Dezember. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Digitale Zwillinge für die Intensivmedizin
Anfang Juli startete das Verbundvorhaben „IPI“. Ziel ist die Entwicklung digitaler Patientenmodelle für die Intensivmedizin. In Zusammenarbeit mit der Universität Bonn, der TU Berlin und der TU Bergakademie Freiberg entstehen sogenannte digitale Zwillinge.
Das UKB bietet 2026 insgesamt 13 kostenlose Infoabende zu Altersmedizin und chronischen Leiden – von Alzheimer über Arthrose bis Parkinson. Erhalten Sie den vollständigen Vortragsplan mit Terminen und Themen. Jetzt kostenlosen Vortragsplan anfordern
Diese Modelle kombinieren medizinisches Wissen mit Echtzeit-Patientendaten. Der Fokus liegt zunächst auf dem Herz-Kreislauf-System. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie fördert das Projekt mit rund 1,1 Millionen Euro. Die Leitung am UKB übernimmt Prof. Sven Zenker, die Gesamtkoordination liegt bei Prof. Jochen Garcke.
Neue Zelltherapie gegen Rheuma
Im Bereich der Rheumatologie erprobt die Klinik einen neuen Ansatz für Patienten mit hohem Leidensdruck. Dabei kommt eine Zelltherapie mit Zellen aus Nabelschnurblut zum Einsatz. Ziel ist es, fehlgeleitete Immunzellen gezielt zu zerstören, die für die rheumatischen Beschwerden verantwortlich sind.
Ultraschall statt Skalpell bei Parkinson
Bei Parkinson und essentiellem Tremor setzt die Uniklinik Bonn auf die MR-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie – ohne Skalpell oder implantierte Sonden. Erfahren Sie in unserem Report, welche minimalinvasiven Verfahren für Ihre Angehörigen infrage kommen. Minimalinvasive Verfahren jetzt entdecken
Auch in der Neurologie setzt das UKB auf minimalinvasive Verfahren. Zur Behandlung von essentiellem Tremor und Parkinson-Symptomen wird die MR-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie (MRgFUS) eingesetzt. Das Verfahren lindert das Zittern ohne chirurgische Schnitte oder implantierte Sonden.
Die Entwicklungen in Bonn reihen sich in einen überregionalen Trend zur personalisierten Spitzenmedizin ein. So berichtete die Uniklinik Köln Anfang Juli über einen Erfolg in der Onkologie: Eine CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom wurde erstmals vollständig ambulant durchgeführt. Zwischen August 2023 und Juni 2025 sparten die Ärzte dadurch 172 Krankenhaustage ein – ohne zusätzliche Sicherheitsrisiken.
