Altersarmut: Jede dritte Frau fürchtet Lebensstandard-Verlust
05.06.2026 - 15:03:14 | boerse-global.de
Jede dritte Frau fürchtet, ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten zu können. Das zeigt der aktuelle Vorsorge Report einer großen Versicherung.
Besonders hart trifft es die Generation X. In der Altersgruppe zwischen 46 und 61 Jahren geben 61 Prozent der Frauen an, sich keine zusätzliche Altersvorsorge leisten zu können. Rund 31 Prozent der Befragten haben sogar konkrete Angst vor Altersarmut. Insgesamt spart mehr als jede dritte Frau (38 Prozent) derzeit gar nicht für die Rente.
Die Zahlen stammen aus dem März 2026 veröffentlichten Report, den eine große Versicherung gemeinsam mit YouGov erstellt hat. Sie zeigen: Der Handlungsbedarf bei der privaten Altersvorsorge ist enorm.
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Digitale Vorsorge: Cloud-Lösungen für Notare
Doch nicht nur die finanzielle Absicherung ist komplex. Auch die Organisation des digitalen Nachlasses wird immer wichtiger. Plattformen wie Everly Digital bieten mittlerweile Lösungen, um Vorsorgedokumente und digitale Zugänge zentral und sicher zu verwalten.
Die Bundesnotarkammer (BNotK) hat dazu im Februar 2026 klare Regeln aufgestellt. Cloud-basierte Systeme wie Microsoft 365 dürfen Notare für die Erstellung von Urkundsentwürfen nutzen – aber nur unter strengen Auflagen. Für die eigentliche Aktenführung oder Verzeichnisse bleiben solche Systeme tabu. Eine wöchentliche Synchronisation mit der Geschäftsstelle ist Pflicht.
Steuerdebatte: Wer erbt, soll zahlen?
Parallel dazu läuft die politische Diskussion um die Vermögensweitergabe. Anfang Juni 2026 forderten Ökonomen und ehemalige Verfassungsrichter in einem Schreiben ans Kanzleramt eine Begrenzung des Ehegattensplittings. Die Union lehnt das ab – mit Verweis auf den Verfassungsrang von Ehe und Familie.
Auch bei der Erbschaftsteuer tut sich etwas. Das Finanzgericht Düsseldorf entschied im April 2026: Eine doppelte schenkungsteuerliche Erfassung ist kein Nichtigkeitsgrund, sondern ein korrigierbarer Fehler. In der Grundsatzdebatte geistert zudem der Rignano-Plan durch die Diskussion. Das Modell sieht eine über Generationen progressiv steigende Steuer vor – um die Konzentration von Milliardenvermögen zu bremsen.
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Vorsorge vor Ort: Vorträge und Ausstellungen
Die Aufklärungsarbeit läuft auf vielen Kanälen. Im Sommer 2026 gibt es mehrere regionale Informationsveranstaltungen: Vorträge in Ober-Ramstadt Mitte Juni, ein Informationsnachmittag einer Palliativstiftung in Fulda Ende Juli.
Kulturell geht das Universitätsklinikum Würzburg vor. Ab Ende Juni zeigt es eine mehrmonatige Plakatausstellung zu Tod und Sterben. Ziel: Die oft gemiedene Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit und der daraus folgenden Vorsorgepflicht im öffentlichen Bewusstsein verankern.
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