Akupunktur, Krebs

Akupunktur bei Krebs: TCM lindert Übelkeit und Fatigue-Syndrom

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Akupunktur lindert Chemo-Nebenwirkungen wie Übelkeit und Fatigue und hilft bei Spastiken nach Schlaganfall. Frühzeitige Behandlung ist entscheidend.

Akupunktur in der Krebstherapie: TCM lindert Nebenwirkungen und Spastiken
Eine Akupunkteurin setzt eine feine Nadel am Handgelenk eines Patienten zur Behandlung im Rahmen der TCM. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), insbesondere die Akupunktur, gewinnt in der komplementärmedizinischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Hinweise der Medizinerin Sabine Hargarter-Kornder aus Wetzlar von Mitte August 2026 verdeutlichen das Potenzial dieser Methode bei der Behandlung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie sowie bei neurologischen Komplikationen nach einem Schlaganfall.

Während die Schulmedizin die primäre Behandlung übernimmt, können akupunkturbasierte Ansätze die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich beeinflussen.

Unterstützung während der onkologischen Behandlung

Ein zentrales Einsatzgebiet der Akupunktur stellt die Begleitung von Krebspatienten während einer Chemotherapie dar. Wie aus den Erläuterungen von Sabine Hargarter-Kornder hervorgeht, leiden viele Patienten unter massiven Begleiterscheinungen der medikamentösen Tumortherapie.

Hierzu zählen insbesondere ausgeprägte Übelkeit und das sogenannte Fatigue-Syndrom, ein Zustand chronischer Erschöpfung, der den Alltag der Betroffenen erheblich einschränkt.

Durch gezielte Reize im Rahmen der TCM-Behandlung lassen sich diese Beschwerden laut der Expertin lindern. Die Akupunktur wird dabei als ergänzende Maßnahme verstanden, die darauf abzielt, das energetische Gleichgewicht des Körpers zu stabilisieren und die Verträglichkeit der aggressiven Wirkstoffe zu verbessern.

Anzeige

Die gezielte Stimulierung bestimmter Punkte ist eine zentrale Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird auch bei chronischen Beschwerden erfolgreich eingesetzt. Dieser bebilderte PDF-Guide zeigt Schritt für Schritt, wie Sie körperliche Beschwerden selbst aktiv lindern können – ohne Hilfsmittel und direkt anwendbar. 101 Druckpunkte gegen Schmerzen jetzt kostenlos sichern

Die Reduktion von Übelkeit könne demnach dazu beitragen, den Ernährungszustand und die allgemeine Belastbarkeit der Patienten während der Behandlungszyklen aufrechtzuerhalten.

Einsatz bei Spastiken nach einem Schlaganfall

Neben der Onkologie zeigt die Akupunktur auch in der Neurologie relevante Einsatzmöglichkeiten. Ein wesentlicher Fokus liegt hier auf der Behandlung von Spastiken, die infolge eines Schlaganfalls auftreten können. Hargarter-Kornder betonte in ihren Ausführungen vom 13. August 2026, dass die Akupunktur eine wirksame Option darstelle, um die muskuläre Überspannung zu adressieren und die Beweglichkeit zu fördern.

Ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg in der neurologischen Rehabilitation sei jedoch der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Die Medizinerin wies darauf hin, dass eine möglichst frühzeitige Intervention nach dem Schlaganfall maßgeblich für die Wirksamkeit der Methode sei. Je eher die Reize gesetzt werden, desto besser könne das Nervensystem auf die therapeutischen Impulse reagieren.

Anzeige

Wer die Prinzipien der TCM zur Förderung der eigenen Beweglichkeit nutzen möchte, kann auf bewährte Techniken für den Alltag zurückgreifen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie ein spezieller 3-Finger-Trick helfen kann, energetische Blockaden zu lösen und die Lebensqualität spürbar zu verbessern. Kostenlosen Akupressur-Guide hier herunterladen

Grenzen und realistische Erwartungshaltung

Trotz der positiven Möglichkeiten mahnen Fachleute zu einer realistischen Einschätzung der Therapieerfolge, insbesondere bei chronischen Verläufen. Sabine Hargarter-Kornder verdeutlichte dies am Beispiel von Langzeitfolgen nach einem Schlaganfall: Wenn eine Spastik bereits seit drei Jahren bestehe, sei eine Korrektur oder signifikante Besserung nicht innerhalb von nur zwei bis drei Sitzungen zu erwarten.

Dieser Hinweis unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und individuell angepassten Behandlungsstrategie. Bei langjährigen Beschwerdebildern seien Geduld und eine langfristig angelegte Therapieplanung erforderlich, da sich verfestigte strukturelle und neurologische Veränderungen nicht kurzfristig auflösen ließen.

Die TCM biete zwar wertvolle Ansätze, müsse jedoch stets im Kontext der Krankheitsdauer und der individuellen Voraussetzungen des Patienten betrachtet werden.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69952093 |