Akupunktur, Erwerbstätigen

Akupunktur bei Erwerbstätigen: Drei Institutionen untersuchen Resilienz

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Untersuchung soll Akupunkturwirkungen auf Resilienz, Wohlbefinden und körperliche Stressmarker bei Erwerbstätigen erfassen.

Akupunktur und Stress: Drei Institutionen starten gemeinsame Studie
Ein minimalistischer, heller Behandlungsraum mit einer leeren Liege und einem Räuchergefäß, der eine ruhige Atmosphäre vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die Fachschule Nihonisen der Keishin-Gakuen-Gruppe, die Juntendo-Universität und die Yokohama City University widmen sich der wissenschaftlichen Erforschung alternativer Methoden zur Stressbewältigung.

Laut einem Bericht des japanischen Portals prtimes.jp vom 25. September 2026 kündigten die drei Institutionen eine gemeinsame explorative Interventionsstudie an, die den Einfluss von Akupunktur auf die mentale Gesundheit und die psychische Widerstandskraft prüfen soll.

Fokus auf Resilienz und Leistungsfähigkeit im Berufsalltag

In modernen Arbeitswelten spielen mentale Erschöpfung und anhaltende Stressbelastungen eine wachsende Rolle im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Vor diesem Hintergrund richtet sich das Forschungsvorhaben unter anderem an Erwerbstätige, um praxisnahe Erkenntnisse für den Alltag zu gewinnen. Untersucht werden sollen dabei zentrale Faktoren des Wohlbefindens wie die individuelle Stimmung, die Schlafqualität und das allgemeine Stressniveau.

Laut dem Bericht von prtimes.jp vom 25. September 2026 stehen zudem die Auswirkungen auf die subjektive Arbeitsleistung sowie das Schmerzempfinden im Mittelpunkt der Beobachtungen. Wie das Portal jiji.com am 25. September 2026 ergänzend meldete, zählen auch körperliche Beschwerden sowie die Fortsetzung der Teilnahme zu den erfassten Endpunkten des Projekts.

Fachleute interessieren sich zunehmend dafür, ob komplementärmedizinische Verfahren dazu beitragen können, typische Begleiterscheinungen von Dauerstress abzumildern und die persönliche Resilienz nachhaltig zu stärken.

Vegetative Regulation und physiologische Messungen

Ein wesentlicher Schwerpunkt der wissenschaftlichen Erhebung liegt auf den autonomen Körperfunktionen. Chronischer Stress führt häufig zu einer Dysbalance des vegetativen Nervensystems, bei der regenerative Prozesse in den Hintergrund treten. Die beteiligten Institutionen wollen daher analysieren, wie sich wiederholte Akupunkturanwendungen auf das Zusammenspiel von Anspannung und Erholung auswirken.

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Um diese Reaktionen engmaschig zu begleiten, sollen neben qualitativen Erhebungen auch physiologische Marker wie die Herzfrequenz und die Herzfrequenzvariabilität erfasst werden. Eine ausgeprägte Variabilität gilt in der Medizin als Hinweis auf ein flexibles und anpassungsfähiges vegetatives Nervensystem.

Die Kombination aus traditionellen Behandlungsmethoden und moderner Messmethodik soll nachvollziehbar machen, in welchem Umfang die therapeutischen Einheiten messbare physiologische Veränderungen hervorrufen.

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Einordnung für die komplementäre Medizin

Das Vorhaben reiht sich in weltweite Bemühungen ein, Verfahren der traditionellen ostasiatischen Medizin mit standardisierten Forschungsmethoden genauer zu evaluieren. Während Akupunktur in der Schmerztherapie bereits vielfach eingesetzt wird, rücken psychosomatische Indikationen und präventive Anwendungen zunehmend in das Blickfeld der Forschung.

Für Arbeitnehmende und Unternehmen könnten fundierte Daten wichtige Anhaltspunkte dafür liefern, inwiefern integrative Ansätze künftig sinnvoll in Programme zur Gesundheitsförderung und zur Vorbeugung von Erschöpfungszuständen eingebunden werden können.

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