Akupressur, Palliativmedizin

Akupressur in der Palliativmedizin: AKiPal-Studie zeigt neue Wege

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die AKiPal-Studie der Uniklinik Köln untersucht Akupressur zur Symptomlinderung in der Palliativversorgung. Erste Evaluationsergebnisse aus dem Sommer 2026 zeigen Fortschritte.

AKiPal-Studie: Akupressur in der Palliativmedizin – Fortschrittsbericht der Uniklinik Köln
Eine Pflegekraft führt sanft eine Akupressur an der Hand eines Patienten in einer palliativmedizinischen Umgebung durch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die wissenschaftliche Untersuchung komplementärmedizinischer Verfahren gewinnt in der modernen Universitätsmedizin zunehmend an Bedeutung. Ein zentrales Vorhaben in diesem Bereich ist die AKiPal-Studie, die sich mit dem Einsatz von Akupressur in der Palliativversorgung befasst. Aktuelle Statusberichte der Uniklinik Köln aus dem Sommer 2026 geben Einblick in die Entwicklung dieses Forschungsprojekts, das die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten in der letzten Lebensphase durch nicht-pharmakologische Ansätze verbessern soll.

Zielsetzung und wissenschaftlicher Hintergrund der AKiPal-Studie

Das Projekt AKiPal, dessen Name sich aus der Kombination von Akupressur und Palliativmedizin ableitet, untersucht die Wirksamkeit und Umsetzbarkeit von Druckpunktmassagen bei schwerstkranken Menschen. In der Palliativmedizin steht nicht mehr die Heilung der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund, sondern die Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot oder Unruhe.

Die Studie an der Uniklinik Köln geht der Frage nach, inwieweit Akupressur als ergänzendes Element in den klinischen Alltag und die häusliche Pflege integriert werden kann. Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die Befähigung von Zugehörigen und Pflegepersonal, einfache Techniken der Akupressur sicher anzuwenden. Damit zielt die Forschung darauf ab, die therapeutischen Möglichkeiten jenseits der rein medikamentösen Behandlung zu erweitern und die Selbstwirksamkeit der Beteiligten zu stärken.

Die Rolle der Akupressur in der modernen Palliativmedizin

Die Akupressur ist ein Verfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei dem durch gezielten Druck auf definierte Punkte des Körpers therapeutische Effekte erzielt werden sollen. Im Gegensatz zur Akupunktur kommen hierbei keine Nadeln zum Einsatz, was die Methode besonders für das palliative Setting attraktiv macht, da sie als weniger invasiv empfunden wird.

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Fachleute beobachten bereits seit Längerem ein steigendes Interesse an integrativen Ansätzen in der Onkologie und Palliativmedizin. Die AKiPal-Studie soll hierzu fundierte Daten liefern, um die bisher oft auf Erfahrungswerten basierenden Anwendungen auf eine breitere wissenschaftliche Basis zu stellen. Die Evaluation des Projektstatus Mitte 2026 unterstreicht die Notwendigkeit, solche komplementären Methoden systematisch zu erfassen und ihre Integration in bestehende Versorgungsstrukturen zu prüfen.

Akademische Entwicklung und Forschungsstandort Uniklinik Köln

Die Fortführung und Aktualisierung von Projekten wie AKiPal ist eingebettet in eine phase der akademischen Profilschärfung an der Uniklinik Köln. Parallel zu den Fortschritten in der klinischen Forschung verzeichnet die Institution eine personelle und strukturelle Stärkung ihrer wissenschaftlichen Kapazitäten. In diesem Zusammenhang wurde im August 2026 die Besetzung einer neuen Heisenbergprofessur gemeldet.

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Obwohl Details zur fachspezifischen Ausrichtung dieser Professur in den jüngsten Mitteilungen noch nicht vollständig dargelegt wurden, verdeutlicht diese Entwicklung den Anspruch der Klinik, Spitzenforschung durch hochkarätige Förderprogramme zu etablieren. Das Heisenberg-Programm dient dazu, herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern, was indirekt auch das Umfeld für interdisziplinäre Studien wie AKiPal stärkt.

Die Verknüpfung von hochspezialisierter akademischer Lehre und praxisnaher Forschung an Methoden wie der Akupressur zeigt einen Trend in der deutschen Universitätsmedizin: Die wissenschaftliche Durchdringung von Heilverfahren, die den Patienten ganzheitlich in den Blick nehmen, wird zunehmend als Kernaufgabe moderner medizinischer Zentren verstanden. Die weiteren Ergebnisse der AKiPal-Studie werden in Fachkreisen mit Interesse erwartet, um die künftigen Leitlinien der Palliativversorgung mit evidenzbasierten Empfehlungen zu ergänzen.

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