Akupressur, Herzrasen

Akupressur bei Herzrasen: Ximen-Punkt drei bis fünf Minuten drücken

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 09:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ximen, Shenmen und Atemübungen können Herzunruhe ergänzend lindern; bei Warnzeichen ist sofortige medizinische Hilfe nötig.
Ein minimalistischer Raum mit sanftem Tageslicht und einer kleinen Schale mit Lavendel auf einer Holzoberfläche. Illustration mit AI erstellt.

In aktuellen Ratgeberquellen werden Akupressurpunkte wie der Ximen-Punkt zur temporären Linderung von Herzrasen sowie zur Stressbewältigung und Beruhigung des Geistes in Belastungssituationen beschrieben.

Berichten von Mitte Oktober 2026 zufolge eignet sich die Methode vor allem als begleitende Maßnahme bei nervös bedingter einfacher Sinustachykardie, emotionaler Erregung oder Schlafmangel. Medizinische Behandlungen oder Notfallversorgungen kann die Reizung der Punkte jedoch nicht ersetzen.

Gezielte Punkte an Unterarm und Handfläche

Bei akuten paroxysmalen Tachykardie-Anfällen wird in den Anleitungen vorrangig der Ximen-Punkt empfohlen. Dieser befindet sich am Unterarm, fünf Cun über der handgelenksnahen Querfalte zwischen den beiden Sehnen.

Ein senkrechter Druck mit dem Daumen über drei bis fünf Minuten soll dabei einen schnelleren Wirkungseintritt zeigen als der bekanntere Neiguan-Punkt. Letzterer liegt zwei Cun über der Handgelenksfalte und wird primär für leichte, alltägliche Herzunruhe bei einer Anwendungsdauer von zwei bis drei Minuten angeraten.

Zur Beruhigung und geistigen Stabilisierung bei stressbedingter Herzunruhe, Ängsten und Schlaflosigkeit dient der Shenmen-Punkt. Als Yuan-Punkt des Herzmeridians liegt er in der kleinfingerseitigen Vertiefung der Handgelenksfalte.

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Ratgeber empfehlen, diesen Punkt vor dem Schlafen fünf bis zehn Minuten zu drücken, idealerweise zweimal täglich. Ergänzend wird der Laogong-Punkt in der Handmitte zwischen dem zweiten und dritten Mittelhandknochen genannt.

Eine Selbstmassage dieses Punkts über zehn Minuten, zwei- bis dreimal täglich, soll den Herz-Geist regulieren und arbeitsstressbedingten Beschwerden vorbeugen. Bei plötzlichem Blutdruckanstieg infolge von Wut wird Hypertonikern geraten, den Laogong-Punkt zu drücken und die Massage schrittweise bis zu den Fingerspitzen fortzusetzen.

Ohrakupressur und begleitende Techniken

Neben den Meridianpunkten an den Extremitäten findet die Ohrakupressur Anwendung. Die Region der Concha wird von Ästen des Vagusnervs innerviert. Zur Entlastung bei Anspannung wird beschrieben, die Ohrmuschel zunächst 20 Sekunden lang zu reiben und anschließend den dortigen Shenmen-Punkt in der Dreiecksgrube für 30 bis 60 Sekunden mit der Fingerbeere zu drücken. Auch hier gilt die Reizung per Fingerdruck, Ohrsamen, Nadelung oder niedrigintensivem Laser als rein ergänzende Pflege.

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Begleitend zu den manuellen Reizen wird eine kontrollierte Atemtechnik zur Dämpfung der Herzunruhe beschrieben: Bei der sogenannten 4-6-Atmung wird vier Sekunden lang durch die Nase eingeatmet, der Atem zwei Sekunden gehalten und anschließend sechs Sekunden lang durch den Mund ausgeatmet, wiederholt über fünf bis acht Zyklen.

Grenzen der Selbstanwendung und Warnsignale

Trotz der einfachen Durchführbarkeit mahnen Experten zur Vorsicht. Der Karotissinus am Hals besitzt zwar eine stark herzfrequenzsenkende Wirkung, darf jedoch keinesfalls leichtfertig manipuliert werden: Ein Druck darf ausschließlich einseitig und für höchstens zehn Sekunden erfolgen.

Ein gleichzeitiger beidseitiger Druck ist streng untersagt. Bei Vorerkrankungen wie Arteriosklerose, Hirninfarkt oder schwerer Hypertonie ist diese Maßnahme gänzlich verboten.

Zudem gelten klare Notfallkriterien, bei denen eine sofortige ärztliche Abklärung erforderlich ist. Treten Brustschmerzen oder Schwarzwerden vor den Augen auf, hält das Herzrasen länger als 20 Minuten an oder liegen Vorerkrankungen wie Vorhofflimmern oder ventrikuläre Tachykardien vor, greifen klinische Notfallprinzipien, die unverzüglich professionelle Hilfe verlangen.

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