AKDB, KommONE

AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport: Registerplattform soll NOOTS-Anschluss erleichtern

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vier IT-Dienstleister wollen Verwaltungsstellen mit einer souveränen Open-Source-Plattform an Registermodernisierung und NOOTS anbinden.
Ein minimalistischer, moderner Innenraum mit klaren architektonischen Linien und neutralen Betonflächen bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland erhält durch eine bundeslandübergreifende Kooperation neuen Schub. Auf der Smart Country Convention haben die vier IT-Dienstleister AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport am 22. Oktober 2026 eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam eine Plattform unter der Bezeichnung Register-as-a-Service zu entwickeln und zu betreiben. Die Lösung soll nach den Kriterien Open Source, cloudbasiert und digital souverän aufgebaut werden.

Standardisierter Anschluss an Registermodernisierung und NOOTS

Das Vorhaben zielt darauf ab, Kommunen und Verwaltungen den Anschluss an die bundesweite Registermodernisierung sowie an das Nationale Once-Only-Technical-System, kurz NOOTS, spürbar zu erleichtern. Über die geplante Plattform sollen cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter bereitgestellt werden, die den technischen Aufwand für die einzelnen Verwaltungsstellen deutlich reduzieren.

Als technische Grundlage des Projekts dient die Open-Source Online-Register-Plattform von adesso. Dieses Basissystem wurde ursprünglich im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein entwickelt. Trotz der gemeinsamen technischen Infrastruktur bleibt das Prinzip der Datensouveränität gewahrt: Die Datenhoheit verbleibt weiterhin vollständig bei den jeweils zuständigen registerführenden Stellen.

Interföderale Initiativen im kommunalen IT-Sektor

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Die Kooperation zur Registerplattform fügt sich in eine Reihe weiterer gemeinsamer Vorhaben ein, die die digitale Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg stärken sollen. Ebenfalls am 22. Oktober 2026 vereinbarten die beteiligten Dienstleister AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport gemeinsam mit regio iT und der Telecomputer GmbH auf der Smart Country Convention den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer länderübergreifenden Verkehrslösung.

Parallel dazu zeigen aktuelle Einsatzzahlen der AKDB den Stand bei fachspezifischen Verwaltungslösungen: Die Plattform IVA befindet sich mittlerweile in 127 deutschen Ausländerbehörden im Einsatz. Für ein Dokumentationstool von PROSOZ wird zudem in Pilotkommunen eine Zeitersparnis von bis zu 70% bei den entsprechenden Dokumentationsarbeiten verzeichnet.

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Den organisatorischen Rahmen für viele dieser interföderalen Digitalisierungsschritte bildet der Verband VITAKO, der die Zusammenarbeit auf der Branchenkonferenz in Berlin bekräftigte. Der Verband vertritt 60 Rechenzentren mit über 20.000 Beschäftigten und betreut rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen.

Die gemeinsame Bereitstellung von Basiskomponenten wie der neuen Registerplattform soll dazu beitragen, bestehende Insellösungen im öffentlichen Sektor schrittweise durch bundesweit kompatible Architekturen abzulösen.

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