AirPods, Kameras

AirPods mit Kameras: Apples KI-Projekt B790 vorerst gestoppt

05.07.2026 - 05:44:09 | boerse-global.de

Apples Projekt für AirPods mit Umgebungskameras liegt auf Eis. Grund sind unzureichende KI-Fortschritte bei der visuellen Intelligenz.

Apple stoppt KI-Kamera-AirPods: Technologie noch nicht reif
AirPods - Nahaufnahme futuristischer weißer kabelloser Ohrhörer mit Kameralinsen auf minimalistischer Oberfläche, im Hintergrund verschwommene Elektronikfabrik in Vietnam. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Kamera-AirPods, die die Umgebung erkennen sollen, sind offenbar vorerst gestoppt. Der Grund: Die zugrunde liegende KI-Technologie ist noch nicht ausgereift.

Kameras als Sensoren für „Visuelle Intelligenz"

Im iOS 27 Beta 2 Code tauchte Anfang Juli 2026 ein neues Hardware-Modell auf – intern als B790 bekannt. Branchenbeobachter vermuten dahinter entweder eine neue Generation der AirPods Pro oder ein High-End-Modell namens „AirPods Ultra". Die Besonderheit: Zwei Kameras, eine auf jeder Seite des Kopfes.

Doch die Kameras dienen nicht zum Fotografieren. Sie sind als Sensoren für das gedacht, was Apple „Visuelle Intelligenz" nennt. Die Software soll Umgebungen erkennen – etwa den Eiffelturm oder eine Kaffeetasse. Analysten wie Ming-Chi Kuo hatten bereits früher Infrarotsensoren für räumliches Bewusstsein und verbesserte Siri-Funktionen vorhergesagt.

Entwicklung offenbar gestoppt

Doch trotz der Code-Funde gibt es schlechte Nachrichten. Der Leaker Kosutami berichtet, dass die Entwicklung der kamera-bestückten AirPods ausgesetzt wurde. Grund sind Verzögerungen bei der Siri-KI und dem „Visuelle Intelligenz"-Framework.

Bloomberg hatte im Mai 2026 noch von fortgeschrittenen Tests berichtet. Ursprünglich war eine Markteinführung in der ersten Jahreshälfte 2026 geplant. Jetzt rechnen Insider frühestens mit Herbst 2026 – oder sogar Ende 2027. Hinzu kommen mögliche Chip-Engpässe und Datenschutzbedenken: Kameras im Ohr? Das wirft Fragen auf.

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Produktion längst diversifiziert

Die aktuellen Probleme kommen nicht überraschend. Apple hat seit Jahren an einer Verlagerung der Produktion gearbeitet. Bereits im Sommer 2019 begann der Zulieferer Goertek mit Testläufen für AirPods in Nordvietnam.

Das Ziel: 15 bis 30 Prozent der Gesamtproduktion nach Südostasien verlagern. Die Abhängigkeit von China sollte sinken, die Lieferkette flexibler werden. Dieses Vorhaben ist längst Realität – doch die technischen Hürden der KI-Integration sind offenbar größer als gedacht.

Einheitliche Plattform für Profi-Audio

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Das neue Modell B790 reiht sich in die B-Serie ein – zur gleichen Familie wie die AirPods Pro 3 (Codename B788). Das deutet auf eine einheitliche Plattform für künftige High-End-Audio-Hardware hin.

Ob die Kamera-AirPods jemals auf den Markt kommen, hängt nun allein vom Fortschritt der „Visuellen Intelligenz" ab. Apples nächster großer Sprung bei den AirPods steht und fällt mit der Reife dieser Software. Bis dahin heißt es: abwarten.

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