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Airbus ab September: Nur noch ein Tag Homeoffice pro Woche

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Airbus plant Reduzierung auf einen Homeoffice-Tag, Mercedes-Benz kürzt trotz hoher Liquidität. Massiver Protest der Belegschaften.

Airbus und Mercedes-Benz: Homeoffice-Einschränkungen sorgen für Unmut
Modernes, sonnendurchflutetes Großraumbüro in einem Industrieunternehmen mit Fokus auf Architektur und Arbeitsatmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Airbus und Mercedes-Benz schränken mobile Arbeit massiv ein. Die Arbeitnehmervertreter laufen Sturm.

Airbus: Nur noch ein Tag pro Woche von zuhause

Der europäische Flugzeugbauer plant eine deutliche Reduzierung der Homeoffice-Tage an seinen norddeutschen Standorten. In Hamburg-Finkenwerder, Stade, Buxtehude und Bremen sollen Mitarbeiter ab September 2026 statt bisher zwei Tagen nur noch einen Tag pro Woche von zuhause arbeiten dürfen.

Bereits Anfang Juni forderte Vorstandschef Guillaume Faury in einem Schreiben eine Mindestpräsenz von vier Tagen pro Woche. Das Ziel: stärkere physische Zusammenarbeit im Büro.

Der Betriebsrat unter Sophia Kielhorn lehnt die Pläne entschieden ab. Viele Termine fänden ohnehin online statt, argumentieren die Arbeitnehmervertreter. Zudem befürchten sie einen Attraktivitätsverlust für junge Talente. Ein weiteres Problem: Die Infrastruktur. Laut Betriebsrat fehlen ausreichend Bürokapazitäten und Parkplätze – bei voller Rückkehr drohe Verkehrschaos. Rechtliche Schritte werden geprüft.

Mercedes-Benz: Sparen trotz Milliardenpolster

Auch bei Mercedes-Benz steht das Homeoffice auf dem Prüfstand – hier allerdings unter stärkerem Kostendruck. Obwohl der Konzern über 33,8 Milliarden Euro Liquidität verfügt, plant er Einschnitte bei Arbeitszeiten, Sonderzahlungen und mobilen Arbeitsregelungen.

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Der Hintergrund: rückläufige Ergebnisse. Lag das operative Ergebnis 2025 noch bei 8,2 Milliarden Euro, sackte es im ersten Quartal 2026 auf 1,9 Milliarden Euro ab. Die Rendite im Autogeschäft beträgt nur noch 4,1 Prozent.

Parallel investiert Mercedes in Ungarn. Dort sollen die Kosten rund 70 Prozent niedriger sein als an deutschen Standorten. Das Werk soll auf 400.000 Fahrzeuge hochgefahren werden.

33.000 Beschäftigte protestieren

Der Widerstand der Belegschaften ist massiv. Anfang Juli demonstrierten über 33.000 Mercedes-Mitarbeiter gegen die Kürzungspläne. Die IG Metall kritisierte das Missverhältnis zwischen hohen Dividenden und den geforderten Verzichten der Belegschaft.

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Die Entwicklung bei Airbus ab September und die laufenden Auseinandersetzungen in der Autoindustrie gelten als wegweisend für die gesamte Branche.

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