AI Overviews: 2,5 Milliarden Nutzer, neue Opt-Out-Tools von Google
03.06.2026 - 14:18:59 | boerse-global.deWebsite-Betreiber erhalten erstmals Werkzeuge, um ihre Sichtbarkeit in generativen KI-Funktionen gezielt zu steuern und zu analysieren. Die am 3. Juni vorgestellten Updates betreffen das Google Search Console-Tool und umfassen spezielle Berichte für KI-gesteuerte Suchergebnisse, die inzwischen weltweit massive Nutzerzahlen erreicht haben.
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Neue Opt-Out-Funktion für KI-Features
Im Zentrum der Ankündigung steht ein neuer schalter in der Google Search Console. Damit können Betreiber entscheiden, ob ihre Inhalte in generativen KI-Features wie AI Overviews oder dem AI Mode erscheinen sollen. Wer sich dagegen entscheidet, wird aus den KI-generierten Zusammenfassungen ausgeschlossen – was bedeutet, dass Traffic und Impressionen aus diesen Modulen wegfallen.
Google betont, dass die Einstellung keinerlei Auswirkungen auf das Ranking in den klassischen organischen Suchergebnissen hat. Der Test startet zunächst in Großbritannien – eine Reaktion auf Gespräche mit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, die noch am selben Tag erklärte, solche Wahlmöglichkeiten stärkten die Position von Online-Publishern bei der Verwaltung ihrer Inhalte und Vertragsverhandlungen.
Leistungsberichte für KI-Suche getrennt auswertbar
Neben den Sichtbarkeitskontrollen führt Google neue Berichte speziell für die Search Generative AI ein. Diese trennen KI-bezogene Daten von den klassischen organischen Statistiken. Betreiber erhalten künftig detaillierte Metriken zu AI Overviews, AI Mode und KI-generierten Inhalten im Discover-Feed.
Die Berichte liefern Daten zu Impressionen, den angezeigten Seiten und der geografischen Verteilung nach Ländern. Einige Versionen erlauben sogar stündliche, tägliche oder wöchentliche Ansichten. Während der Fokus zunächst auf Sichtbarkeit und Impressionen liegt, enthalten manche Berichte auch Klickzahlen und Klickraten. Google sammelt derzeit Feedback von einer ausgewählten Gruppe von Betreibern, um die Metriken weiterzuverfeinern. Konkurrent Bing hatte bereits im Februar 2026 ein eigenes KI-Dashboard in seinen Webmaster-Tools eingeführt.
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KI-Suche erreicht Milliarden-Nutzer
Die neuen Verwaltungstools kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Googles KI-Suchfunktionen enorme Nutzerzahlen vorweisen. AI Overviews bedient inzwischen über 2,5 Milliarden aktive Nutzer monatlich, der dedizierte AI Mode erreicht eine Milliarde Nutzer.
Erst Anfang der Woche, am 1. Juni, hatte Google zudem die Preferred Sources-Funktion erweitert. Nutzer können damit bestimmte Websites auswählen, die in KI-generierten Ergebnissen bevorzugt werden sollen. Interne Daten zeigen, dass Nutzer doppelt so häufig auf Ergebnisse klicken, wenn diese von bevorzugten Quellen stammen. Google empfiehlt Betreibern, Deep Links und klare Handlungsbuttons zu implementieren, um Nutzer zur Aufnahme als bevorzugte Quelle zu bewegen.
Deutliche Auswirkungen auf organischen Traffic
Die Einführung der Kontrollmöglichkeiten fällt mit besorgniserregenden Branchendaten zusammen. Bereits im ersten Quartal 2026 tauchten AI Overviews bei rund 65 Prozent aller kommerziellen Suchanfragen auf.
Branchenbeobachter verzeichnen bei Direct-to-Consumer-Marken aus Bereichen wie Bekleidung, Hautpflege und Haushaltswaren Rückgänge des organischen Traffics zwischen 15 und 22 Prozent – eine direkte Folge der prominenten KI-Zusammenfassungen. Die Klickraten für Links unter AI Overviews sanken im Durchschnitt um 34 Prozent, in einigen E-Commerce-Kategorien sogar um 41 Prozent. Experten raten Betreibern daher, verstärkt auf Long-Tail-Keywords und die Optimierung von Produktfeeds zu setzen, um in der neuen Suchrealität sichtbar zu bleiben.
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