Agentforce Coworker: Salesforce meldet 21-fachen Nutzungsanstieg in drei Monaten
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 08:38 Uhr | Redaktion boerse-global.deTencent Cloud hat für seinen KI-gestützten Büroassistenten WorkBuddy erweiterte Enterprise-Funktionen vorgestellt. Die Plattform soll komplexe Arbeitsabläufe in Organisationen koordinieren und stützt sich dabei auf ein wachsendes Partnernetzwerk. Nach Unternehmensangaben umfasst das Ökosystem rund um WorkBuddy bereits mehr als 50.000 Entwickler und Partner sowie über 200.000 sogenannte Skills für unterschiedlichste Aufgaben.
Enterprise-Ausstattung und internationale Werkzeuge
Die Enterprise Edition von WorkBuddy stellt Unternehmenskunden offene Programmierschnittstellen (APIs) sowie Sicherheitskontrollen zur Einhaltung von Compliance-Vorgaben zur Verfügung. Ergänzt wird die Plattform durch den WorkBuddy Managed Agent (WMA), der für einen durchgehenden Betrieb rund um die Uhr ausgelegt ist.
Im internationalen Einsatz bindet der Assistent Messaging-Anwendungen sowie zentrale Unternehmenssysteme an. Organisationen können dabei das jeweils eingesetzte KI-Modell für jede einzelne Aufgabe separat festlegen.
Parallel zur Erweiterung des Assistenten brachte Tencent Cloud international eine breitere Palette an Softwarewerkzeugen an den Start. Dazu zählen der Programmierassistent CodeBuddy, Miora, die Agent Development Platform (ADP), MAGIC AI sowie die Agent Runtime.
App-übergreifendes Bündel im chinesischen Heimatmarkt
Für den chinesischen Markt führte der Konzern zudem Buddy One ein. Das app-übergreifende Kollaborationssystem bündelt bestehende Tencent-Büroanwendungen wie Tencent Docs, Tencent Meeting und Tencent Cloud Drive. Die Dienste greifen dabei auf einheitliche Benutzerkonten sowie einen gemeinsamen Daten- und Punktepool zu.
Die VIP-Mitgliedschaft für Buddy One kostet im monatlichen Dauerabonnement 700 Yuan. Darin enthalten sind Zugänge zu Tencent Meeting Professional Edition und Tencent Docs Super Member Plus, monatlich 50.000 KI-Punkte sowie 1 TB geteilter Speicherplatz.
Tencent Cloud Vice President Liu Yi erklärte mit Blick auf den Markt, dass 90 Prozent der Unternehmen KI-Agenten bislang noch nicht in großem Maßstab einsetzen. Dowson Tong von Tencent ergänzte, das Unternehmen könne die Notwendigkeit eines eigenständigen Programms für Tencent Meeting künftig überdenken, falls Anwender die Konferenzlösung primär über WorkBuddy nutzen sollten.
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Wachsender Wettbewerb bei Büro-Assistenten
Tencents Vorstoß erfolgt in einem Umfeld, in dem Softwareanbieter weltweit ihre KI-Assistenten für Unternehmen ausbauen. Der US-Konzern Salesforce meldete für seinen Konkurrenzdienst Agentforce Coworker nach eigenen Angaben über 185.000 Nutzer.
Die Nutzung des Assistenten sei binnen drei Monaten um das 21-fache gestiegen, bei fast 6 Millionen registrierten Abfragen im September 2026. Salesforce berechnet für das Produkt 50 US-Dollar pro Nutzer und Monat.
Der Assistent von Salesforce greift auf Konzerndaten, Metadaten und Data 360 zu, wobei bestehende Zugriffsberechtigungen, Freigaberegeln, Genehmigungsprozesse und Governance-Richtlinien intakt bleiben.
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Für November 2026 kündigte Salesforce die allgemeine Verfügbarkeit der Integration in Microsoft Teams, Desktop-Anwendungen für Mac und Windows, einer iOS-App sowie eines MCP-Servers und Testphasen für Flex-Credits-Kunden an.
James Nakashima, Senior Vice President Product Management bei Salesforce, beschrieb die Kernfunktion des Coworkers dahingehend, dass dieser im Hintergrund die passenden spezialisierten Agenten koordiniere. Ab Dezember 2026 sollen bei Salesforce zudem terminierte Aufgaben und tägliche Zusammenfassungen folgen.
Unter den Anwendern nutzt die Fulton Bank über 20 Coworker-Einsatzbereiche für rund 3.000 Personen, Adecco weitet den Rollout auf 40 Länder aus und BACA Systems aktivierte das System innerhalb von 20 Minuten für 1.300 benutzerdefinierte Objekte.
