After, Effects

After Effects: Adobe startet öffentliche Beta seines KI-Assistenten

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 12:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das neue Werkzeug ordnet Projekte und erstellt Expressions, bietet aber noch keine direkte Skriptausführung.

Adobe startet After-Effects-KI-Assistenten in öffentlicher Beta
Ein moderner, aufgeräumter Arbeitsplatz mit einem dunklen, ausgeschalteten Monitor und einer Schreibtischlampe. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarehersteller Adobe hat eine öffentliche Beta-Version seines KI-Assistenten für die Animations- und Compositing-Software After Effects freigegeben. Wie das Fachportal CineD am 28. September 2026 berichtete, steht die Erweiterung ab Build 7 des Beta-Zweigs zur Verfügung. Anwender können die Funktion auf freiwilliger Basis aktivieren und ohne zusätzliche Gebühren nutzen.

Enthalten sind dabei auch Bild- und Mediengenerierungen über das hauseigene Firefly-System, die an ein tägliches Limit sowie an einen nicht näher bezifferten wöchentlichen Schwellenwert gekoppelt sind. Die reguläre Hauptversion After Effects 26.5, die im September 2026 erschien, enthält das Assistenzwerkzeug noch nicht.

Automatisierte Projektbereinigung und Skripterstellung

Der Assistent soll Medienschaffende vor allem bei zeitaufwendigen Verwaltungs- und Routineaufgaben unterstützen. Zu den zentralen Aufgabenbereichen zählt die Reorganisation komplexer Arbeitsdateien, die mehrere tausend Ebenen umfassen können, sowie das allgemeine Aufräumen von Projektstrukturen. Darüber hinaus kann das System programmierte Steuerungsbefehle, sogenannte Expressions, direkt aus Eingaben in natürlicher Sprache generieren.

Mit einer Aktualisierung Mitte August hatte Adobe bereits Anpassungen an der Software vorgenommen. Dazu gehörte eine Sicherheitskorrektur für Verzeichniszugriffe: Der Assistent scannt seitdem keine Dateien mehr, die außerhalb des jeweiligen Projekts abgelegt sind.

Anzeige

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen beim Einsatz von Systemen wie dem neuen Adobe-KI-Assistenten im Unternehmen gelten, klärt dieser praxisnahe Report auf. Erhalten Sie einen kompakten Überblick über Pflichten und Risikoklassen nach der aktuellen Gesetzgebung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden sichern

Zudem wurden ein lokalisiertes Bedienfeld integriert, die direkte Bearbeitung von Textebenen ermöglicht und eine automatische Korrektur eingeführt, die Referenzen in Expressions bei der Umbenennung von Ebenen selbstständig anpasst.

Sicherheitsmodi, Datenschutz und aktuelle Grenzen

Für die Ausführung von Arbeitsschritten stehen zwei Berechtigungsstufen bereit. Anwender können festlegen, ob das System vor jeder einzelnen Aktion eine Freigabe einholen muss oder ob Berechtigungen automatisch erteilt werden. Beim Datenschutz versichert Adobe, dass Nutzerinhalte nicht für das Training von KI-Modellen herangezogen werden.

Trotz der Neuerungen weist das Werkzeug in der aktuellen Testphase noch funktionale Grenzen auf. Tester berichteten von Aufgaben mit Bildsequenzen, deren Bearbeitung eine Laufzeit von über zehn Minuten beanspruchte.

Anzeige

Wer KI-Systeme professionell nutzt, muss auch die neuen Anforderungen an Kennzeichnung und Dokumentation im Blick behalten. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, was Unternehmen jetzt konkret tun müssen, um rechtssicher aufgestellt zu sein. Kostenlosen Report zur EU-KI-Verordnung herunterladen

Bei Referenzdateien beschränkt sich die Software derzeit auf Uploads in den Formaten JPG und PNG. Zwar lassen sich Skripte durch den Assistenten erstellen, jedoch noch nicht unmittelbar im Programm ausführen. Auch die Rückgängig-Funktion arbeitet bislang ausschließlich in Einzelschritten.

Für die Entwicklung erhielt Adobe bereits vor dem Start der breiten Testphase Branchenanerkennung: Auf der IBC 2026 wurde der After Effects AI Assistant mit dem Best-of-Show Award für KI-Innovationen von CineD ausgezeichnet.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70192406 |