Afrika, Menschen

Afrika: 100.000 junge Menschen starten Tech-Fellowship im Juni

15.06.2026 - 05:50:17 | boerse-global.de

Internationale Projekte verbinden Jung und Alt: Jugendliche lehren Senioren digitale Fähigkeiten, während erfahrene Fachkräfte Startups beraten.

Generationenübergreifende Initiativen fördern weltweit digitales Wissen
Afrika - Young and old people learning together on laptops and tablets, symbolizing intergenerational digital skills exchange. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Ziel: Ältere Menschen fit für die digitale Welt machen – und Jüngeren den Berufseinstieg erleichtern.

Australien: Jugendliche werden zu Digital-Lotsen

Die Stadt Casey startete am 11. Juni ein ungewöhnliches Mentoring-Programm. Im Einkaufszentrum Casey Central bringen Jugendliche älteren Bürgern den Umgang mit digitalen Diensten bei. Die Initiative, finanziert von Youngster.co und HomeCaring, konzentriert sich auf praktische Fähigkeiten: die Bedienung des MyGov-Portals oder die Nutzung von Videotelefonie.

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Alle zwei Wochen finden kostenlose Kurse statt. Die Idee dahinter: Junge Menschen erhalten bezahlte Arbeit, bei der sie ihre digitale Kompetenz einsetzen können. Die ältere Generation profitiert von regelmäßiger, verlässlicher Unterstützung.

Afrika: Tech-Fellowships für 100.000 Teilnehmer

In Nigeria und Kenia starteten Mitte Juni zwei ambitionierte Ausbildungsprogramme. Die Pfingstkirche RCCG eröffnete am 12. Juni eine Tech-Fellowship für junge Erwachsene. Das vier Monate dauernde Programm will 100.000 Teilnehmer erreichen. Schwerpunkte: Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und Datenanalyse. „Wir rüsten die nächste Generation für den modernen Arbeitsmarkt", erklärte Sola Olukoya, Sonderberater des Kirchenleiters.

Parallel dazu begann in Nairobi die Inuka Tech Fellowship. Die KPC Foundation und das Power Learn Project bieten 30 Stipendiaten eine zwölfwöchige Intensivausbildung in Python, KI und Datenanalyse. Absolventen erhalten Zugang zu einer Vermittlungsplattform für Jobs. „Wir schließen die digitale Qualifikationslücke", sagte PLP-Gründerin Mumbi Ndung'u.

Indien: Reverse Mentoring im Startup

Das Mumbaier Startup Hobby Tribe geht einen ungewöhnlichen Weg: Ein 64-jähriger Praktikant bringt dem jungen Team Erfahrung im Geschäftsaufbau bei. Gründer Joshua Salins teilte die Geschichte am 13. Juni in einem viralen Video.

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Während die jungen Mitarbeiter die technische Infrastruktur bereitstellen, fungiert der ältere Kollege als Mentor für Strategie und Skalierung. Der Senior wolle beruflich aktiv bleiben – nicht aus finanzieller Not, sondern aus Leidenschaft. Ein Beispiel, das an Filmklassiker über den Wert von Erfahrung in der Startup-Welt erinnert.

USA: Roboter hilft im Alltag

Auch spezialisierte Technik unterstützt ältere Menschen. Der Roboter „Stretch 4" des Herstellers Hello Robot hilft einem Ehepaar in Durham, New Hampshire. Brian Marquis leidet unter einer traumatischen Hirnverletzung – der Roboter erinnert ihn und seine Frau Brenda an Medikamente, Bewegung und Mahlzeiten.

Das Gerät kostet umgerechnet rund 28.000 Euro. Die University of New Hampshire betreut das Projekt, finanziert vom National Institute on Aging. Der Trend zeigt: Robotertechnik ermöglicht älteren Menschen zunehmend ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Nachhaltigkeit: Aus Alt-Handys werden Mini-Rechenzentren

Google-geförderte Forscher der UC San Diego kündigten am 14. Juni ein ungewöhnliches Recycling-Projekt an: 2.000 ausrangierte Smartphones sollen zu energieeffizienten Mini-Rechenzentren umfunktioniert werden. Die günstigen Computer-Cluster liefern Rechenleistung für Universitäten und reduzieren gleichzeitig Elektroschrott. Ein Beitrag zur digitalen Infrastruktur, von dem alle Generationen profitieren können.

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