Affirm, Shopify

Affirm und Shopify: Shop Pay Installments startet in Australien

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Affirm kehrt mit Shopify nach Australien zurück und meldet starke Quartalswerte. Die Aktie legt nach Expansion und Ausblick deutlich zu.

Affirm und Shopify starten Ratenzahlung in Australien
Modernes E-Commerce-Lagerhaus in Australien mit ordentlichen Regalen und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am 27. August 2026 gaben der Zahlungsdienstleister Affirm und die E-Commerce-Plattform Shopify den Start von „Shop Pay Installments“ in Australien bekannt. Damit erschließen die beiden Unternehmen ihren vierten globalen Markt für das gemeinsame Ratenzahlungsangebot. Für Affirm bedeutet dieser Schritt zudem die Rückkehr auf den australischen Kontinent, nachdem sich der Anbieter im Februar 2023 aus diesem Markt zurückgezogen hatte.

Integration und Zahlungsmodalitäten für den australischen Handel

Australische Händler, die die Infrastruktur von Shopify nutzen, können die neue Zahlungsoption ab sofort über ihr administratives Backend aktivieren. Das System ermöglicht es Endkunden, ihre Einkäufe in zweiwöchentlichen oder monatlichen Raten zu begleichen. Je nach gewähltem Modell erfolgt die Tilgung zinsfrei oder gegen eine Verzinsung.

Ein zentrales Merkmal des Angebots ist laut Unternehmensangaben der Verzicht auf Kreditkartengebühren oder versteckte Kosten für die Käufer. Affirm führt für jede einzelne Transaktion eine individuelle Risikoprüfung durch, um die Kreditwürdigkeit in Echtzeit zu bewerten.

Mit der Einführung in Australien expandiert ein Dienst, der in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich bereits seit dem Jahr 2021 zur Verfügung steht. Weltweit wird die zugrundeliegende Shop-Pay-Technologie von mehr als 250 Millionen Nutzern verwendet.

Starke Quartalszahlen stützen die Expansionsstrategie

Parallel zur internationalen Expansion legte Affirm am 27. August 2026 die Finanzergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres vor, das am 30. Juni 2026 endete.

Das Unternehmen verzeichnete ein Bruttowarenvolumen (GMV) von 14,1 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Anzahl der Transaktionen stieg um 41 Prozent auf 53 Millionen, während der durchschnittliche Bestellwert um 4 Prozent leicht rückläufig war.

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Der Quartalsumsatz belief sich auf 1,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich übertraf das Ergebnis pro Aktie (EPS) mit 4,62 US-Dollar die Erwartungen der Analysten, die im Konsens von lediglich 0,35 US-Dollar ausgegangen waren.

Die Anzahl der aktiven Kunden wuchs auf 27,8 Millionen an, was einem Zuwachs von 21 Prozent entspricht. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war zudem die „Affirm Card“, deren aktive Nutzerzahl sich auf 5,2 Millionen verdoppelte. Das über die Karte abgewickelte Warenvolumen stieg um 124 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar.

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Marktreaktion und Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr

Für das Fiskaljahr 2027 prognostiziert Affirm ein Bruttowarenvolumen von über 64 Milliarden US-Dollar. Die Kombination aus den positiven Geschäftszahlen und der Bekanntgabe der Markterweiterung in Australien löste am 28. August 2026 eine deutliche Kursreaktion an den Aktienmärkten aus. Das Papier von Affirm stieg um 8,9 Prozent auf einen Wert von 84,42 US-Dollar.

Branchenanalysten bewerten die weitere Entwicklung des Unternehmens überwiegend positiv. Während das durchschnittliche Kursziel derzeit bei 93,62 US-Dollar liegt, riefen einzelne Institute deutlich höhere Zielmarken auf. So taxierte Citi den Wert auf 115 US-Dollar, während J.P. Morgan ein Ziel von 105 US-Dollar nannte. Die allgemeine Markteinschätzung wird aktuell mit einem moderaten Kaufempfehlungsstatus („Moderate Buy“) zusammengefasst.

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