AEON-Roboter, Hexagon

AEON-Roboter: Hexagon und Schaeffler starten Industrietraining

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hexagon Robotics' humanoider Roboter AEON beginnt Praxistraining bei Schaeffler. Die Partnerschaft zielt auf eine Flotte von 1.000 Einheiten bis 2032.

AEON-Roboter startet Training bei Schaeffler: Meilenstein für humanoide Automatisierung
Ein humanoider Roboter steht in einer modernen Industriehalle vor verschwommenen Fertigungsanlagen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der humanoide Roboter AEON des Herstellers Hexagon Robotics hat am 19. August 2026 mit dem praktischen Training im sogenannten „Humanoid Gym“ des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler in Deutschland begonnen. Dieser Schritt markiert eine wesentliche Phase in der im April 2026 geschlossenen Partnerschaft beider Unternehmen.

Ziel der Kooperation ist es, die industrielle Automatisierung durch den Einsatz menschenähnlicher Robotersysteme voranzutreiben und in den kommenden Jahren eine Flotte von mindestens 1.000 AEON-Humanoiden auszuliefern.

Methodik des Trainings und technologische Basis

Das Ausbildungsprogramm für die Robotereinheiten folgt einem strukturierten Train-Validate-Deploy-Modell. Dabei lernt AEON komplexe Bewegungsabläufe und industrielle Arbeitsschritte primär durch Imitationslernen. Dieser Ansatz ermöglicht es den Systemen, menschliche Handlungen zu erfassen und auf ihre mechanische Struktur zu übertragen, um sie in Fertigungsumgebungen autonom auszuführen.

Die technologische Grundlage für die Leistungsfähigkeit der AEON-Humanoiden liefert Schaeffler. Das Unternehmen stellt die gesamte Aktuatorik-Technologie bereit, die für die präzisen Bewegungen der Roboter verantwortlich ist. Durch die Integration dieser Komponenten nutzt das Projekt die langjährige Expertise des Zulieferers in der Antriebstechnik, um die Brücke zwischen klassischer Mechanik und moderner Robotik zu schlagen.

Strategische Planung und globaler Rollout

Der Zeitplan der Partner sieht eine zügige Skalierung vor. Die Auslieferung der Humanoiden soll innerhalb der nächsten sechs Monate über die globalen Standorte von Schaeffler hinweg eingeleitet werden. Erste umfassende Tests im Realbetrieb sind für Ende 2026 an deutschen Standorten geplant. Langfristig verfolgt Schaeffler das Ziel, bis zum Jahr 2032 über 1.000 humanoide Roboter in die eigenen Produktions- und Logistikprozesse zu integrieren.

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Um den Einsatz ökonomisch effizient zu gestalten, wird die Technologie über ein Robot-as-a-Service-Modell (RaaS) bereitgestellt. Dieser Ansatz erlaubt eine flexible Skalierung der Roboterflotten je nach Bedarf, ohne dass Kunden die vollständigen Anschaffungskosten unmittelbar tragen müssen.

Die industrielle Tragweite des Projekts wird zudem durch einen Fünfjahres-Aktuatorik-Liefervertrag unterstrichen: Schaeffler plant die Bereitstellung von mehr als einer Million Aktuatoren, was theoretisch die Produktion von bis zu 100.000 Robotereinheiten unterstützen könnte.

Europa im internationalen Wettbewerb der Robotik

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Mit Blick auf die globale Marktpositionierung äußerte sich Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld zu den Perspektiven des Standorts Europa. Nach Einschätzung von Rosenfeld ist Europa in der Lage, im Bereich der humanoiden Robotik mit den führenden Nationen wie den USA und China zu konkurrieren. Er betonte dabei die Bedeutung der Automobil-Expertise, die als fundierte Basis für die Entwicklung hochkomplexer Robotersysteme diene.

Die Partnerschaft mit Hexagon Robotics verdeutlicht das Bestreben, industrielle Fertigungskompetenz und fortschrittliche Softwarelösungen zu kombinieren, um die nächste Stufe der autonomen Produktion zu erreichen. Durch die Nutzung des „Humanoid Gym“ als Validierungsumgebung stellen die Unternehmen sicher, dass die AEON-Systeme den hohen Anforderungen der industriellen Praxis gerecht werden, bevor sie in die breite Anwendung gehen.

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