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Advancing AI 2026: AMD zeigt Venice-EPYC auf 2-Nanometer-Basis

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 11:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AMD investiert massiv in den chinesischen KI-Markt, trotz wachsender lokaler Konkurrenz und jüngster Kursverluste. Analysten sehen langfristig Potenzial.

AMD trotzt China-Konkurrenz mit KI-Offensive und Tausenden Ingenieuren
Stilisiertes AMD-Logo mit leuchtenden Linien vor futuristischer Shanghai-Skyline bei Dämmerung, die globale KI-Marktintegration zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Unternehmen beschäftigt bereits über 4.000 Ingenieure in lokalen Forschungszentren.

Strategische Investitionen für die Zukunft

Bereits im Mai 2026 hatte AMD-Chefin Lisa Su auf einer Entwicklerkonferenz in Shanghai ehrgeizige Prognosen abgegeben: Bis 2030 soll die weltweite KI-Nutzerbasis auf fünf Milliarden Menschen anwachsen. Su prognostiziert zudem einen grundlegenden Wandel in der Rechenzentrumsarchitektur – das Verhältnis von CPUs zu GPUs werde sich von aktuell 1:4 in Richtung 1:1 verschieben.

Die Zahlen untermauern die Ambitionen: AMDs EPYC-Prozessoren betreiben bereits mehr als 700 Cloud-Instanzen in China. Analysten der Bank of America rechnen bis 2030 mit einem globalen KI-Rechenzentrumsmarkt von umgerechnet rund 1,6 Billionen Euro. AMD könnte daran mit KI-Beschleunigern einen Anteil von sieben Prozent halten – das entspricht Einnahmen von etwa 75 Milliarden Euro.

Lokale Konkurrenz setzt AMD unter Druck

Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen die Kehrseite der Medaille. Mitte Juli präsentierte das chinesische Startup Moonshot mit „Kimi K3" das derzeit größte Open-Source-KI-Modell. Die Vorstellung niedriger Betriebskosten und starker Programmierleistungen ließ AMD-Aktien auf 495,76 Dollar einbrechen – ein Minus von über elf Prozent binnen einer Woche.

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Die Frage steht im Raum: Können westliche Hardware-Anbieter in China langfristig gegen heimische Innovationen bestehen? Zwar erholten sich Halbleiteraktien am 17. Juli teilweise, doch die Branche hat seit Ende Juni deutlich an Marktkapitalisierung eingebüßt.

Partnerschaften und Hardware-Offensive

AMD setzt auf enge Kooperationen vor Ort. Auf der BilibiliWorld am 11. Juli 2026 bewarb das Unternehmen seine Ryzen X3D-Prozessoren und die AM5-Plattform – gemeinsam mit Partnern wie Asus, Gigabyte und MSI.

Im professionellen Workstation-Segment arbeitet AMD mit Leishen zusammen. Am 28. Mai 2026 präsentierten beide in Peking eine neue Serie von KI-Workstations, darunter den „AI Master T9000" mit Threadripper PRO 9995WX-Prozessoren. Gemeinsam mit 01.AI entstand zudem der Cube01, ein privater Computing-Knoten für kosteneffiziente Inferenz großer Modelle.

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Ausblick: Neue Prozessoren und Finanzprognosen

Die Branche blickt gespannt auf den 22. und 23. Juli: Dann findet die Veranstaltung „Advancing AI 2026" statt. Beobachter erwarten Details zu AMDs nächster Venice-EPYC-Generation auf 2-Nanometer-Basis sowie zur MI455X-GPU. Einige Analysten halten einen adressierbaren Markt für KI-CPUs von über 185 Milliarden Euro für möglich.

Trotz der jüngsten Kursschwankungen bleiben viele Analysten optimistisch. Sie verweisen auf die Stärkung des Software-Stacks durch die Integration des FastFlowLM-Teams und eine wachsende Zahl von MI400-Kunden, zu denen inzwischen große globale Technologiekonzerne zählen. Für das zweite Quartal 2026 erwarten Experten einen Gewinn pro Aktie von 1,61 Dollar – ein Anstieg von 235 Prozent im Jahresvergleich bei prognostizierten Einnahmen von rund 10,5 Milliarden Euro.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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