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Advanced Flow: Google sperrt unsichere Apps um 24 Stunden

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 09:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neuer Android-Schutz „Advanced Flow“ verzögert Installationen aus unbekannten Quellen um 24 Stunden. Die Funktion startet mit Pilotphase in vier Ländern.

Android-Sicherheit: Google führt 24-Stunden-Wartefrist bei App-Installationen ein
Nahaufnahme einer Person, die ein modernes Smartphone mit Systemeinstellungen in einer professionellen Arbeitsumgebung hält Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat einen neuen Sicherheitsmechanismus namens „Advanced Flow“ für das Android-Betriebssystem implementiert. Die Funktion zielt darauf ab, Nutzer wirksamer vor der Installation bösartiger Anwendungen zu schützen, indem der Installationsprozess von Software aus nicht verifizierten Quellen durch zeitliche Hürden erschwert wird.

Funktionsweise und technische Voraussetzungen

Kern des neuen Schutzkonzepts ist die Einführung einer verpflichtenden Wartezeit. Wenn Anwender versuchen, Applikationen von Entwicklern zu installieren, die über keine entsprechende Verifizierung verfügen, greift standardmäßig eine Verzögerung von 24 Stunden.

Dieser Zeitraum kann jedoch individuell angepasst werden: In den Einstellungen lässt sich die Wartezeit auf 7 Tage verlängern oder sogar auf unbegrenzt festlegen, um Installationen aus unsicheren Quellen dauerhaft zu unterbinden.

Die technische Umsetzung von Advanced Flow erfordert einen manuellen Eingriff durch den Nutzer. Die Aktivierung muss in den Entwickleroptionen des Betriebssystems vorgenommen werden.

Während der Einrichtung ist eine explizite Authentifizierung des Anwenders notwendig; im Anschluss muss das jeweilige Gerät neu gestartet werden, damit die Sicherheitsvorgaben aktiv werden. Laut Google handelt es sich hierbei um eine einmalige Konfiguration, die nach dem Abschluss geräteübergreifend für den jeweiligen Nutzeraccount wirksam bleibt.

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Betroffene Plattformen und Ausnahmen

Der Sicherheitsmechanismus ist für eine breite Basis an Hardware konzipiert und unterstützt Geräte, auf denen die Betriebssystemversion Android 8 oder eine aktuellere Fassung läuft. Dabei beschränkt sich Advanced Flow nicht allein auf den Google Play Store.

Die Maßnahme umfasst eine Vielzahl relevanter Marktplätze, darunter den Galaxy Store von Samsung, den Honor App Market sowie die App-Stores von Oppo und Palm. Ebenfalls integriert sind der V-Appstore und GetApps.

Eine gezielte Ausnahme besteht für technische Anwendungsfälle: Installationen, die über die Android Debug Bridge (ADB) vorgenommen werden, unterliegen nicht der obligatorischen Wartezeit. Dies ermöglicht Entwicklern und versierten Nutzern weiterhin einen direkten Zugriff auf das System für Testzwecke oder Debugging-Vorgänge, ohne die neuen Sicherheitsbarrieren durchlaufen zu müssen.

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Zeitplan für die Identitätsprüfung von Entwicklern

Die Einführung von Advanced Flow ist eng mit einer neuen Identitätsprüfung für App-Entwickler verknüpft. Dieser Verifizierungsprozess soll am 30.09.2026 in einer ersten Pilotphase starten, wobei die Regionen Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand den Anfang machen. Für das darauffolgende Jahr 2027 ist die globale Ausweitung der Identitätsprüfung geplant.

Durch diese Verzahnung von technischer Sperre und verifizierter Urheberschaft verfolgt Google das Ziel, das Risiko durch schädliche Software im Android-Ökosystem deutlich zu minimieren. Nutzer erhalten durch die Wartezeit ein Zeitfenster, um die Integrität einer Anwendung erneut zu prüfen oder auf etwaige Warnmeldungen aus Sicherheits-Communitys zu reagieren, bevor die Software final auf dem Endgerät ausgeführt werden kann.

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