Adobe, Claude

Adobe und Claude: Kreativwerkzeuge wachsen auf mehr als 80 Funktionen

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 05:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adobe ergänzt Claude um Funktionen aus Creative Cloud und baut zugleich die Anbindung an Gemini sowie weitere KI-Plattformen aus.

Adobe erweitert Claude-Integration auf mehr als 80 Kreativwerkzeuge
Ein minimalistisch gestaltetes, lichtdurchflutetes Designstudio mit Arbeitsflächen und Farbmustern. Illustration mit AI erstellt.

Adobe hat die Integration seiner Kreativanwendungen in den KI-Assistenten Claude auf mehr als 80 Werkzeuge ausgebaut. Beim Start der Verbindung im April 2026 standen zunächst 50 Werkzeuge zur Verfügung. Das erweiterte Angebot bindet Funktionen aus zentralen Creative-Cloud-Programmen ein, darunter Acrobat, Photoshop, Premiere, Express und Lightroom.

Zugleich differenziert Adobe die Nutzungsmöglichkeiten nach Kontotypen: Während Gäste eine begrenzte Auswahl ausprobieren können, schalten angemeldete Adobe-Konten alle Funktionen mit Nutzungslimits frei. Abonnenten der Creative Cloud erhalten hingegen praktisch unbegrenzten Zugriff auf die integrierten Funktionen.

Neue Bearbeitungsmöglichkeiten und gestaffelter Zugriff

Im Rahmen der erweiterten Claude-Integration können Nutzer nun unter anderem PDF-Seiten direkt im Chat bearbeiten, Texte ändern und Seitenanordnungen anpassen. Zudem lassen sich Designelemente und Vorlagen aus Adobe Express einzeln modifizieren.

Die Bereitstellung erfolgt für Claude sowie Claude Code auf Desktop-Systemen, im Web und auf Mobilgeräten. Bereits eingerichtete Claude-Connectoren werden dabei automatisch auf den aktuellen Stand gebracht.

Trotz des erweiterten Funktionsumfangs betont Adobe, dass die vollständigen Desktop-Programme weiterhin für präzise und komplexe Bearbeitungsschritte erforderlich bleiben. Die Chat-Integration soll vielmehr schnelle Anpassungen und Übergaben ermöglichen, ohne die eigenständigen Profi-Anwendungen zu ersetzen.

Parallele Ausbreitung auf Gemini und weitere Plattformen

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Der Ausbau der Claude-Schnittstelle ist Teil einer breiteren Plattformstrategie. Am 24. September 2026 kündigte Adobe den weltweiten Rollout von Adobe in Gemini an. Die Schnittstelle steht über alle Gemini-Pläne hinweg im Web und auf Mobilgeräten bereit. Anwender können die Werkzeuge nach der Aktivierung unter den verbundenen Apps über das Kürzel @Adobe ansteuern.

Über natürliche Textbefehle lassen sich damit ausgewählte Werkzeuge aus Photoshop, Lightroom, Express und Firefly ausführen. Dazu zählen etwa Licht- und Farbkorrekturen, das Anwenden von Lightroom-Vorgaben, Zuschnitte, Mockups und Social-Media-Varianten sowie die einheitliche Bearbeitung mehrerer Fotos.

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Laut Adobe erreicht Gemini monatlich mehr als eine Milliarde Menschen. Das Unternehmen hat seine Werkzeuge darüber hinaus bereits in ChatGPT, Slack und Copilot integriert.

Wachsender Markt für Assistenten im Arbeitsalltag

Die verstärkte Einbindung in KI-Plattformen spiegelt eine wachsende Nachfrage im Markt für Unternehmenssoftware wider. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner sollen die weltweiten Unternehmensausgaben für KI-Assistenten von 17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 71 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen.

Gleichzeitig verlangen Kreativprofis weiterhin die Kontrolle über ihre Arbeitsschritte. Laut Adobes Creators’ Toolkit Report betrachten zwar 75 Prozent der mehr als 16.000 befragten Kreativen generative und kreative KI bereits als integriert oder wesentlich für ihre Arbeit. Allerdings gaben zugleich 85 Prozent an, dass die abschließende gestalterische Entscheidung stets bei ihnen selbst liegen müsse.

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