Adobe, Google

Adobe in Google Gemini: Photoshop und Firefly per Chat-Prompt nutzen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 12:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adobe öffnet seine Kreativwerkzeuge für Gemini und erweitert das Claude-Plugin um Acrobat mit mehr als 80 Funktionen.

Adobe integriert Photoshop und weitere Kreativtools in Google Gemini
Ein minimalistischer Arbeitsplatz mit einem professionellen Monitor und einem hellen, sonnendurchfluteten Studio. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Adobe bindet seine bekannten Kreativprogramme direkt in den KI-Assistenten Google Gemini ein. Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, Anwendungen wie Photoshop, Lightroom, Adobe Express und das generative Modell Firefly unmittelbar über Eingaben in natürlicher Sprache aufzurufen.

Wie südkoreanische Medien wie Digital Today, Chosun und Sedaily in Berichten darlegen, lässt sich der Funktionsumfang der Kreativsuite künftig über einfache Chat-Prompts in der Gemini-Oberfläche ansteuern.

Mit diesem Schritt erweitert Adobe die Reichweite seiner Kernanwendungen auf externe Konversationsplattformen. Anwender müssen für bestimmte Aufgaben nicht mehr zwingend zwischen verschiedenen Standalone-Programmen wechseln, sondern können Arbeitsabläufe direkt im Dialog mit dem KI-Assistenten anstoßen.

Bildbearbeitung und Designerstellung im Chatverlauf

Über die neue Schnittstelle zu Google Gemini lassen sich Fotos bearbeiten, neue Entwürfe für Marketingmaterialien generieren und bestehende Designs verändern. Durch die Kopplung mit Photoshop und Lightroom stehen präzise Werkzeuge zur Bildoptimierung bereit, während Adobe Express und Firefly vor allem auf die schnelle Erstellung visueller Inhalte sowie illustrative Aufgaben ausgelegt sind.

Die Steuerung erfolgt dabei rein textbasiert. Nutzer beschreiben die gewünschten Änderungen oder Gestaltungsanforderungen in Gemini, woraufhin die zugrunde liegenden Adobe-Dienste die Befehle verarbeiten. Dies ermöglicht es sowohl professionellen Gestaltern als auch Gelegenheitsnutzern, Designanpassungen ohne tiefgehende Kenntnisse komplexer Menüstrukturen vorzunehmen.

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Parallele Erweiterung des Angebots für Claude

Zeitgleich mit der Gemini-Anbindung baut Adobe auch seine Präsenz auf anderen Plattformen weiter aus. Das bereits bestehende Plugin namens „Adobe for Claude“ wird um das PDF-Programm Acrobat erweitert. Durch diese Neuerung stehen Anwendern innerhalb von Claude künftig mehr als 80 Adobe-Funktionen über die Chat-Schnittstelle zur Verfügung.

Im Rahmen der PDF-Bearbeitung können Nutzer von Claude Dokumente nach Angaben der Berichte unter anderem löschen, mehrere Dateien zusammenführen, Dokumente teilen oder Seiten neu sortieren. Darüber hinaus ist auch die direkte Bearbeitung von Textpassagen innerhalb der PDF-Dateien möglich.

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Neben den Dokumentenfunktionen erlaubt das Plugin zudem die detaillierte Bearbeitung von Express-Designs: Entwürfe lassen sich elementweise analysieren und unmittelbar im Chatverlauf anpassen.

Durch die Integrationen in führende KI-Assistenten forciert Adobe eine Strategie, bei der professionelle Gestaltungswerkzeuge zunehmend als modulare Dienste bereitgestellt werden. Anstatt geschlossene Softwareumgebungen vorauszusetzen, rücken die Funktionen dorthin vor, wo Arbeitsabläufe und Recherchen durch generative Sprachmodelle bereits gebündelt stattfinden.

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