Adobe bringt 70+ Werkzeuge direkt in Slack: Kreativ-Suite im Chat
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern Adobe weitet die Verfügbarkeit seiner Werkzeuge deutlich aus und integriert mehr als 70 Anwendungen direkt in die Kollaborationsplattform Slack. Wie Berichte Anfang September 2026 belegen, nutzt das Unternehmen dafür eine App auf Basis des Model Context Protocol (MCP), um Funktionen von Programmen wie Firefly, Photoshop, Premiere und Acrobat innerhalb der Slack-Umgebung zugänglich zu machen.
Direkter Zugriff auf Kreativ-Werkzeuge in der Kommunikation
Die neue Integration ermöglicht es Nutzern, Aufgaben direkt über einen Slackbot auszuführen, der auf die Adobe Creative Suite zugreift. Dabei sei das System in der Lage, Kontextinformationen aus laufenden Chats sowie aus Slack-Canvases zu beziehen, um Anfragen präzise umzusetzen. Zu den Kernfunktionen gehöre die Erstellung von Bildern und Dokumenten, ohne dass Anwender die Messaging-Plattform verlassen müssen.
Die entsprechende MCP-Anwendung wird laut Unternehmensangaben weltweit bereitgestellt. Sie ist für Kunden der Abonnement-Modelle Slack Business+ und Enterprise+ verfügbar. Ziel dieser tiefen Integration sei es, kreative Workflows und die Dokumentenverwaltung nahtlos in den Arbeitsalltag von Teams einzubinden, die Slack als zentrale Kommunikationsdrehscheibe nutzen.
Google und Zoho erweitern KI-Funktionen in Workspace-Umgebungen
Zeitgleich mit der Adobe-Ankündigung treiben auch andere Technologieanbieter die KI-gestützte Dokumenten- und Workflow-Automatisierung voran. Google startete Anfang September die Anwendung Google Pics innerhalb seiner Workspace-Umgebung. Das Werkzeug umfasst Funktionen zur KI-Bildgenerierung und -bearbeitung, darunter Objektauswahl, Textbearbeitung sowie das Hochskalieren von Bildmaterial auf 2K- oder 4K-Auflösungen.
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Google setze hierbei auf das Modell Nano Banana. Die Funktionen werden zunächst in Google Docs und Google Slides integriert, wobei eine Anbindung an Google Drive zu einem späteren Zeitpunkt folgen soll. Verfügbar ist Google Pics für Workspace-Kunden der Tarife Business Standard, Business Plus sowie Enterprise Standard und Plus sowie für Abonnenten von Google AI Pro und Ultra.
Auch Zoho reagierte auf den Trend zur Plattform-Integration und veröffentlichte Zoho Cliq 7.0. Das Update umfasst KI-Agenten, die ebenfalls auf MCP basieren. Besonderes Merkmal ist hier die Wahlfreiheit zwischen verschiedenen KI-Modellen wie Zia, Gemini, Cohere, DeepSeek und Claude.
Zu den weiteren Neuerungen gehören Multimedia-Zusammenfassungen, Live-Transkripte und eine KI-gestützte Terminplanung, welche die Verfügbarkeit von Zeitfenstern automatisch berücksichtigt.
Fortschritte bei Datenanalyse und Governance
Im Bereich der spezialisierten Datenanalyse gab Databricks Erweiterungen für seine Genie Agents bekannt. Ein neuer Agenten-Modus ermögliche nun mehrstufige Analysen über eine API-Schnittstelle. Zudem wurde die Integration unstrukturierter Daten aus Unity Catalog Volumes auf bis zu zehn Volumes erweitert. Mit Genie Code stünden zudem Werkzeuge zur Erstellung und Diagnose von Agenten sowie Funktionen zum Teilen von Chat-Verläufen zur Verfügung.
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Parallel dazu meldete das Unternehmen Firstup Fortschritte im Bereich der regulatorischen Standards und der Konnektivität. Das Unternehmen erhielt die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001:2023 für KI-Governance.
Firstup gab zudem bekannt, dass Integrationen in Microsoft Copilot und ChatGPT via MCP sowie Anbindungen an Systeme wie SAP SuccessFactors und Dayforce realisiert wurden. Laut Unternehmensangaben liege die verfügbare Kapazität damit um 60 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.
