ADHS-Diagnosen verdreifacht: Ärzte registrieren Anstieg bei Erwachsenen
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 20:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Methoden reichen von Achtsamkeitstechniken bis zu digitalen Detox-Konzepten.
Urge Surfing: Die Welle des Verlangens reiten
Ein zentraler Ansatz ist das sogenannte Urge Surfing. Der Psychologe Gordon Alan Marlatt entwickelte die Methode in den 1980er-Jahren zur Rückfallprävention in der Suchttherapie. Die Idee: Intensive Verlangen oder Impulse halten maximal 30 Minuten an.
Die Technik sieht vor, das Verlangen nicht zu unterdrücken, sondern wie eine Welle zu beobachten. Vier Schritte gliedern den Prozess: Benennen des Impulses, Körper-Scan zur Identifikation physischer Empfindungen, Fokussierung auf den Atem und das Beobachten der abklingenden Empfindung. Fachleute betonen: Regelmäßige Übung ist nötig, eine klinische Therapie ersetzt die Methode nicht.
Monotasking statt Multitasking
Psychologen raten zunehmend zur Abkehr vom Multitasking. Monotasking soll die geistige Kohärenz fördern und chronischem Stress vorbeugen. Multitasking gilt demnach als wesentlicher Faktor für psychische Überlastung.
Ergänzend dazu thematisieren Autoren wie Shannon Algeo die Abhängigkeit von moderner Technologie. Statistiken zeigen: Die durchschnittliche Smartphone-Nutzung beansprucht pro Jahr 61 bis 80 Tage. Konzepte wie ein 36-stündiger technologischer Detox und bewusste Phasen der Stille sollen die mentale Autonomie zurückbringen.
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Im beruflichen Kontext wird die Belastung durch KI-gestützte Systeme deutlicher. Mitte Juli 2026 wurde eine Klage ehemaliger Meta-Mitarbeiter bekannt. Sie werfen dem Konzern Benachteiligung durch automatisierte Produktivitätsbewertungen wie „Metamate“ oder „Second Brain“ vor.
Ernährung: Vorsicht vor Social-Media-Trends
Experten warnen vor vereinfachten Trends aus sozialen Medien, wie sogenannten Cortisol-Cocktails. Diese versprechen eine Senkung des Stresshormons – laut Fachmeinung physiologisch nicht direkt durch solche Mischungen erreichbar. Stattdessen verweisen sie auf fundierte Ansätze:
- Mikronährstoffe wie Omega-3, Magnesium und Vitamin C sowie dunkle Schokolade mit mindestens 70 Prozent Kakao können unterstützend wirken
- Eine Studie aus dem Jahr 2026 deutet darauf hin, dass Polyphenole gesundes Altern unterstützen
- Tierversuche mit Mycobacterium vaccae zeigen Potenziale zur Verbesserung der Stressresilienz
Ein Mikronährstoffkonzentrat erhielt den Negativpreis „Goldener Windbeutel“. 39,2 Prozent der Abstimmenden sahen eine Täuschung durch das Produkt.
Struktur gegen die Sunday Scaries
Trends wie der „Sunday Reset“ zielen darauf ab, durch strukturierte Vorbereitung des Wochenendes die Angst vor dem Wochenbeginn zu reduzieren. Die sogenannten Sunday Scaries sind ein bekanntes Phänomen.
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ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen steigen
Die Sensibilität für neurodivergente Themen nimmt zu. Bei ADHS-Erstdiagnosen unter Erwachsenen verzeichneten Mediziner in den letzten zehn Jahren einen Anstieg von 8,6 auf 25,7 pro 10.000 Personen. Besonders der Anteil betroffener Frauen stieg. Bekannte Persönlichkeiten tragen zur Enttabuisierung bei, indem sie öffentlich über Diagnosen wie ADHS oder Autismus sprechen.
Neue Werkzeuge für die therapeutische Arbeit
Im Juli 2026 erschien ein Brettspiel für die schematherapeutische Arbeit mit Kindern ab acht Jahren. Es vermittelt emotionale Regulationsstrategien spielerisch. Bildungsträger erweitern zudem ihr Programm: NLP-Kurse starten im März 2026, Konfliktlösung im Juni 2026 und Resilienztraining im Januar 2027.
Spezielle kostenfreie Trainings für Kinder zur Stärkung der Widerstandskraft sind für den Spätsommer 2026 angekündigt. Sie finden in Regionen wie dem Biosphärenreservat Rhön statt.
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