Acer Aspire Go 15: 580-Euro-Laptop konkurriert mit MacBook Neo
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 22:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Acer bringt mit dem Aspire Go 15 eine günstige Alternative zum MacBook Neo auf den Markt – und zielt damit gezielt auf preisbewusste Käufer.
Der taiwanesische Hersteller will Apples Erfolgskurs im PC-Markt bremsen. Während die Konkurrenz unter schwachen Verkaufszahlen leidet, wächst Apple weiter – nun reagieren die Rivalen mit aggressiver Preisgestaltung. Acer setzt dabei auf günstige Snapdragon-Technik und einen deutlichen Preisvorteil.
Preiswerte Alternative mit klaren Kompromissen
Der neue Aspire Go 15 AG15 Q31P kostet in Großbritannien umgerechnet rund 580 Euro – das MacBook Neo startet dagegen bei etwa 810 Euro. Möglich macht den niedrigen Preis der 8-Kern-Prozessor Snapdragon C. Zur Ausstattung gehören ein 15,6-Zoll-Full-HD-Display, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte interner Speicher.
Die Speicherausstattung spiegelt damit bewusst die Basisversion des MacBook Neo wider. Während Apple auf den A18-Pro-Chip und 256 Gigabyte SSD setzt, lockt Acer mit dem größeren Bildschirmformat zum kleineren Preis. In anderen Regionen bietet der Hersteller zudem Varianten mit Intel-Core-i5-13420H-Prozessor und doppeltem Speicher an.
Apple trotzt dem Marktabschwung
Die Konkurrenz beobachtet Apples Entwicklung mit Sorge. Während die weltweiten PC-Verkäufe insgesamt um fünf Prozent einbrachen, legte Apple um zehn Prozent zu. Besonders HP, Dell und Lenovo mussten zuletzt Rückgänge hinnehmen.
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Der chinesische PC-Markt schrumpfte im ersten Quartal 2026 um zwei Prozent auf 8,9 Millionen ausgelieferte Geräte. Genau in diesem Umfeld positioniert Apple das MacBook Neo als professionelles Einstiegsgerät. Aktuelle Benchmarks vom Anfang August zeigen: Trotz nur 8 Gigabyte Arbeitsspeicher hält das Gerät problemlos 60 gleichzeitig geöffnete Anwendungen im Speicher.
In Schwellenländern wie Indien senkt Apple zudem die Preise. Das 13-Zoll-Modell mit 256 Gigabyte Speicher ist dort durch Bankangebote auf umgerechnet rund 750 Euro reduziert.
Microsoft und Intel ziehen nach
Die Effizienz des MacBook Neo zwingt die Windows-Konkurrenz zum Umdenken. Microsoft optimiert Windows 11 derzeit gezielt für Geräte mit 8 Gigabyte RAM, um mit Apples Speichermanagement mitzuhalten.
Auch bei der Energieeffizienz nähern sich die Systeme an. Der Intel Core 5 320 im Dell XPS 13 erreichte im Linpack-Benchmark 6,21 GFlops pro Watt – das MacBook Neo kommt auf 5,38. Allerdings bleibt Apple beim Stromverbrauch vorn: Nur 10,6 Watt benötigt das MacBook unter Volllast, das Dell-System ganze 20,6 Watt.
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Ausblick: OLED-Boom und neue Konkurrenz
Schon im nächsten Monat dürfte der Wettbewerb weiter anziehen. Geleakte Bilder vom 8. August zeigen kommende „Googlebook“-Designs von ASUS und Lenovo mit schlanken Gehäusen und integrierten Leuchtleisten. Die offizielle Vorstellung wird zur IFA im September erwartet.
Bis Ende 2026 plant Apple zudem den Umstieg seiner MacBook-Pro-Reihe auf OLED-Displays. Marktforscher von Omdia rechnen damit, dass dieser Schritt den Markt für Notebook-OLEDs auf umgerechnet rund 34 Milliarden Euro treiben wird – und erstmals Hybrid-OLED-Technologien in Laptops bringt.
Parallel erweitert Apple sein Ökosystem: Seit dem 8. August unterstützt das MacBook Neo 43 neue Hörgeräte-Modelle mit MFi-Zertifizierung – kompatibel über das kommende Betriebssystem macOS Tahoe 26.
