ACE-Hemmer und ARBs: DASH-Ernährung führte nicht zu gefährlichem Kalium
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Ernährung nach dem DASH-Muster (Dietary Approaches to Stop Hypertension) gilt in der Behandlung von Bluthochdruck seit langem als etablierter Ansatz.
Da dieser Ernährungsstil reich an Obst, Gemüse und weiteren kaliumhaltigen Lebensmitteln ist, bestand in der klinischen Praxis bislang häufig die Sorge vor unerwünschten Wechselwirkungen: Insbesondere in Kombination mit bestimmten blutdrucksenkenden Arzneimitteln, die die Kaliumausscheidung beeinflussen, wurde ein Anstieg auf gesundheitsgefährdende Werte befürchtet.
Eine Sekundäranalyse der GoFresh- und GoFreshRx-Studien, die bei den Hypertension Scientific Sessions der American Heart Association vorgestellt wurde, liefert zu dieser Frage nun differenzierte Erkenntnisse. Berichten vom 8. Oktober 2026 zufolge führt die Ernährungsform auch unter medikamentöser Blutdrucktherapie nicht zu gefährlich hohen Kaliumwerten im Blut.
Stabile Laborwerte trotz hoher Kaliumzufuhr
Die Untersuchung stützt sich auf Daten von 356 schwarzen Erwachsenen aus dem Raum Boston. Die Teilnehmenden wiesen ein Durchschnittsalter von 53 Jahren auf, der Frauenanteil lag bei 70 Prozent. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen hinweg ernährten sich die Probanden nach den Vorgaben der DASH-Diät, die auf eine tägliche Zufuhr von rund 4.700 mg Kalium ausgelegt war.
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Um diese Versorgung zu gewährleisten, erhielten die Teilnehmer entweder vorab zusammengestellte Lebensmittellieferungen oder ein finanzielles Budget für den eigenständigen Einkauf entsprechender Nahrungsmittel.
Vor Beginn der Ernährungsumstellung lag das mittlere Serumkalium bei 4,16 mmol/L in der Gruppe mit Lieferkost sowie bei 4,18 mmol/L in der Selbstkaufgruppe. Nach dem zwölfwöchigen Intervall zeigte sich kein signifikanter Anstieg des Blutkaliums, und die Werte erreichten in keinem Fall bedenkliche Schwellen.
Diese Stabilität blieb auch bei jenen Teilnehmenden bestehen, die blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs), kaliumsparende Diuretika, Betablocker oder zusätzlich nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) einnahmen.
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Ergänzend dazu hielt ein Bericht von trustur.ai fest, dass eine kaliumreiche DASH-Ernährung unter Blutdruckmedikamenten nicht zu einer Hyperkaliämie führe, verzichtete dabei jedoch auf spezifische Studiendaten oder Zahlenangaben.
Vorläufige Datenbasis und klare Grenzen für Vorerkrankte
Die Ergebnisse der GoFresh- und GoFreshRx-Studien sind als Sekundäranalyse angelegt, gelten derzeit als vorläufig und haben noch kein formelles Peer-Review-Verfahren durchlaufen. Finanziert wurde die Forschungsarbeit durch die American Heart Association.
Gleichzeitig weisen die Daten deutliche Einschränkungen bei der Übertragbarkeit auf: Personen mit einer fortgeschrittenen Nierenkrankheit im Stadium 4 oder 5 sowie Menschen mit bereits vorab erhöhtem Serumkalium waren von der Teilnahme ausgeschlossen.
Für Patientengruppen mit chronisch erhöhtem Kaliumspiegel oder schweren Nierenfunktionsstörungen bleibt eine kaliumreiche Ernährungsweise weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden. Fachleute betonen daher, dass Menschen mit diesen Vorerkrankungen vor einer tiefgreifenden Ernährungsumstellung zwingend eine individuelle ärztliche Beratung in Anspruch nehmen sollten.

