Access Gate für macOS: Finder-Zugriff auf SMB-Fileserver ohne VPN
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der japanische Anbieter Kamome Engineering mit Sitz im Tokioter Stadtbezirk Ch??-ku hat den macOS-Support für sein Nutzer-Endgerät-Tool "Access Gate" gestartet, das Bestandteil des Zero-Trust-Verbindungsdienstes KeygatewayC1 ist. Das Unternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Junichi Sugimura teilte dies laut Berichten von prtimes.jp, zaikei.co.jp, infoseek.co.jp und jiji.com mit.
Zugriff ohne VPN
KeygatewayC1 ist als Dienst konzipiert, der Remote-Zugriff auf interne Unternehmenssysteme wie Fileserver ermöglicht, ohne dass dafür ein klassisches VPN benötigt wird. Nach erfolgreicher Authentifizierung und Autorisierung stellt der Dienst temporäre Zugriffspfade bereit, über die Nutzer auf die freigegebenen Ressourcen zugreifen können.
Dieses Prinzip folgt dem Zero-Trust-Gedanken, wonach kein Gerät und kein Nutzer allein aufgrund seiner Netzwerkposition als vertrauenswürdig gilt, sondern jeder Zugriff einzeln geprüft und freigegeben wird.
Neue Funktionen für Mac-Nutzer
Mit der Erweiterung können Mac-Anwender nun direkt über den Finder auf SMB-Fileserver zugreifen. Die Zugriffskontrolle läuft dabei über das Tool "Access Gate", das somit auch auf macOS die gleiche Rolle übernimmt, die es bislang primär im Windows-Umfeld gespielt hat.
Für Unternehmen mit gemischten Windows- und macOS-Umgebungen bedeutet dies laut den Berichten eine einheitliche Zugriffskontrolle über beide Betriebssysteme hinweg. Damit lässt sich der Umstieg von klassischer VPN-Technik auf einen Zero-Trust-Ansatz auch dort umsetzen, wo Apple-Geräte im Unternehmensnetzwerk zum Einsatz kommen.
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Einsatzbereiche des Dienstes
KeygatewayC1 wird nach Angaben der Berichte bereits in unterschiedlichen Branchen genutzt, darunter Telekommunikation sowie Bau- und Tiefbauunternehmen. Darüber hinaus kommt der Dienst in Regierungsbehörden, bei Finanzinstituten, in der Fertigungsindustrie und im Bildungsbereich zum Einsatz.
Diese Bandbreite an Anwendungsfeldern deutet darauf hin, dass Zero-Trust-Ansätze inzwischen branchenübergreifend als Alternative zu herkömmlichen VPN-Lösungen betrachtet werden, insbesondere dort, wo sensible interne Systeme wie Fileserver vor unautorisiertem Zugriff geschützt werden müssen, während gleichzeitig ein flexibler Remote-Zugriff für Mitarbeiter gewährleistet bleiben soll.
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Bedeutung für IT-Verantwortliche
Für Unternehmen, die bislang auf VPN-Verbindungen angewiesen waren, um Mitarbeitern den Zugang zu internen Ressourcen zu ermöglichen, erweitert die neue macOS-Unterstützung von Access Gate die Möglichkeiten, Zero-Trust-Konzepte konsistent über verschiedene Endgeräte-Plattformen hinweg umzusetzen.
Da viele Organisationen heute sowohl Windows- als auch macOS-Geräte im Einsatz haben, dürfte die einheitliche Verwaltung der Zugriffskontrolle über beide Systeme hinweg für IT-Abteilungen einen administrativen Vorteil darstellen, da nicht länger unterschiedliche Sicherheitskonzepte für verschiedene Betriebssysteme gepflegt werden müssen.
