Accenture-Datenleck: 35 Gigabyte Quellcode und Zugriffsschlüssel gestohlen
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 09:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Hacker bietet 35 Gigabyte interne Firmendaten zum Verkauf an – darunter sensiblen Quellcode und Zugangsschlüssel.
Datenleck: Was gestohlen wurde
Ein Krimineller mit dem Pseudonym 888 inserierte am 6. Juli 2026 in einem Forum einen umfangreichen Datensatz. Die Beute umfasst internen Quellcode, RSA- und SSH-Schlüssel, Azure Personal Access Tokens, Speicherschlüssel sowie diverse Konfigurationsdateien. Der Gesamtumfang: 35 Gigabyte.
Accenture bestätigte den Vorfall am 9. Juli. Der Konzern spricht von einem „isolierten Vorfall" und betont, die Sicherheitslücke sei geschlossen. Der Betrieb laufe normal, finanzielle Auswirkungen habe es nicht gegeben.
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Gefahr für Kunden?
Sicherheitsexperten sehen die Sache kritischer. Die gestohlenen Cloud-Zugänge und Quellcodes könnten Angreifern als Blaupause für weitere Attacken dienen. Besonders brisant: Über die kompromittierten Zugangsschlüssel ließen sich möglicherweise auch Kundensysteme erreichen.
Der Hacker 888 ist kein Unbekannter. Bereits 2024 soll er angeblich Accenture-Mitarbeiterdaten erbeutet haben – allerdings zweifelten damals einige Experten an der Echtheit seiner Behauptungen.
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Wiederkehrende Sicherheitsprobleme
Für Accenture ist es nicht der erste Vorfall dieser Art. 2021 traf es den Konzern mit der Ransomware LockBit, 2017 gab es bereits ein Datenleck durch ungeschützte Cloud-Speicher.
Bis zum heutigen Freitag, dem 10. Juli 2026, steht das 35-Gigabyte-Paket weiterhin zum Verkauf. Wie der Angreifer in die Azure-DevOps-Umgebung eindrang, ließ Accenture offen. Der Konzern verweist stattdessen auf die erfolgreiche Schließung der Sicherheitslücke.
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