Abnehmen, Diätgetränken

Abnehmen mit Diätgetränken: 4,8 Kilo Verlust, aber kein signifikanter Vorteil

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 02:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach zwei Jahren hielten beide Gruppen ihre Gewichtsabnahme; bei Gewicht, Blutdruck und Cholesterin zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.

SWITCH-Studie: Diätgetränke und Wasser im Langzeitvergleich
Eine klare Glaskaraffe mit frischem Wasser auf einem hellen Holztisch in einer hellen, modernen Küche. Illustration mit AI erstellt.

Die langfristige Wirkung von kalorienfreien Süßungsmitteln im Vergleich zu Wasser auf das Körpergewicht ist Gegenstand kontinuierlicher ernährungswissenschaftlicher Debatten. Eine Veröffentlichung der University of Liverpool im Fachjournal British Journal of Nutrition liefert nun vertiefte Erkenntnisse über einen zweijährigen Beobachtungszeitraum.

Im Rahmen der sogenannten SWITCH-Studie untersuchten Forschende, wie sich der tägliche Konsum von Diätgetränken im Vergleich zu Wasser auf die Gewichtsreduktion und verschiedene Gesundheitsparameter auswirkt.

Studiendesign und Verlauf über 104 Wochen

An der Untersuchung nahmen 493 Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas teil. Alle Teilnehmenden wurden über einen Zeitraum von 104 Wochen in ein strukturiertes Gewichtsmanagementprogramm eingebunden. Während dieser zwei Jahre konsumierte eine Gruppe täglich Wasser, während die andere Gruppe kalorienarme Diätgetränke trank.

Bei den in den Testgetränken eingesetzten Süßungsmitteln handelte es sich um Aspartam, Acesulfam-K sowie Sucralose. Ziel des Versuchsaufbaus war es, unter kontrollierten Bedingungen die langfristige Tragfähigkeit und die metabolischen Begleiterscheinungen beider Strategien bei einer angestrebten Gewichtsreduktion direkt miteinander zu vergleichen.

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Ergebnisse bei Körpergewicht und Stoffwechselwerten

Nach Ablauf der 104 Wochen verzeichneten beide Kohorten eine messbare Gewichtsabnahme. In der Gruppe, die Getränke mit kalorienfreien Süßstoffen konsumierte, lag die durchschnittliche Reduktion bei minus 4,8 Kilogramm. In der Vergleichsgruppe, die Wasser trank, betrug der Gewichtsverlust minus 3,7 Kilogramm. Aus statistischer Sicht war dieser Unterschied zwischen den beiden Gruppen jedoch nicht signifikant.

Neben der reinen Gewichtsveränderung beobachteten die Wissenschaftler weitere gesundheitliche Parameter. Beide Gruppen konnten ihre Gewichtsreduktionen über den gesamten Zeitraum von 104 Wochen hinweg aufrechterhalten.

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Zudem zeigten sich in beiden Studienarmen Verbesserungen beim Körperumfang, bei der Körperzusammensetzung sowie bei mehreren Stoffwechselmarkern. Hinsichtlich des Blutdrucks oder der Cholesterinwerte stellten die Forschenden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede zwischen der Süßstoff- und der Wassergruppe fest.

Finanzierung und Unabhängigkeit der Forschung

Die SWITCH-Studie wurde von der American Beverage Association finanziert, wie aus den verfahrensbezogenen Angaben zur Publikation hervorgeht. Die University of Liverpool betonte in diesem Zusammenhang, dass das wissenschaftliche Forschungsteam bei der Konzeption, Durchführung und Auswertung der Untersuchung unabhängig agiert habe.

Die im Fachjournal British Journal of Nutrition dargelegten Befunde bieten damit weitere Daten für die ernährungsmedizinische Diskussion darüber, welche Rolle kalorienfreie Getränke als Hilfsmittel beim längerfristigen Gewichtsmanagement spielen können.

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de | wissenschaft | 70201192 |