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5G Standalone: iPhone 13 Pro Max ausgeschlossen, nur iPhone 15+

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 18:36 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ältere High-End-Smartphones wie das iPhone 13 Pro Max unterstützen die neuen 5G-SA-Netze nicht. Europäische Anbieter investieren massiv in den Ausbau, während regulatorische Kosten steigen.

5G-Standalone-Ausbau: iPhone 13 Pro Max bleibt außen vor
Nahaufnahme eines iPhone 13 Pro Max-Bildschirms mit Netzwerkeinstellungen, 5G-Standalone-Optionen nicht verfügbar, vor abstrakten Netzwerksignalen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Einführung der neuen 5G-Standalone-Technologie schreitet in Europa voran – doch Besitzer teurer älterer Modelle müssen draußen bleiben. Selbst das iPhone 13 Pro Max unterstützt die als „5G+ Ultra“ vermarkteten Netze nicht.

Hardware-Hürde für High-End-Geräte

Am heutigen Donnerstag wurde in technischen Support-Abfragen bestätigt: Das iPhone 13 Pro Max (Modell A2644) bietet keine 5G-Standalone-Funktion. Zwar beherrscht das Gerät den älteren Non-Standalone-Standard (NSA), der noch auf die 4G-Infrastruktur angewiesen ist. Die Option für den reinen 5G-Betrieb fehlt jedoch in den Einstellungen – das Smartphone bleibt auf die alte Netzarchitektur beschränkt.

Die Telekom hat bestätigt, dass 5G SA in ihrem Netz aktuell nur für das iPhone 15 und neuere Modelle freigeschaltet ist. Diese Hardware-Trennung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anbieter mit aggressiven Tarifaktionen um Kunden werben. Erst Anfang der Woche startete die Telekom eine Promotion für MagentaMobil-Verträge mit unbegrenztem Datenvolumen und Cashback-Angeboten. Zeitgleich wurden am Dienstag vergünstigte Hardware-Angebote für das Samsung Galaxy S26 Ultra eingeführt.

Europäische Betreiber bauen Standalone-Infrastruktur aus

Die Einschränkungen für ältere Geräte fallen in eine Phase massiver Investitionen in die neue Technologie. Bereits am 13. Mai startete Telekom Slovenije als erster Anbieter des Landes ein kommerzielles 5G-SA-Netz. Mit Technologie von Ericsson will der Betreiber 99 Prozent der Bevölkerung erreichen und Dienste wie Network Slicing sowie feste Funkzugänge (FWA) ermöglichen.

In Schweden zog Telia am 18. Juni nach und schaltete seinen ersten kommerziellen 5G-SA-Dienst frei – speziell für kritische IoT-Anwendungen. Das Netz deckt inzwischen 99,9 Prozent der schwedischen Bevölkerung und 94 Prozent der Landesfläche ab. Die extrem niedrigen Latenzzeiten machen es für industrielle und Rettungsdienste nutzbar.

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Auch in Deutschland wird die Technologie praxisnah erprobt. Am Container Terminal Altenwerder in Hamburg läuft seit Ende Mai ein gemeinsames Projekt von HHLA, Telekom und Ericsson. Das 5G-Campusnetz ermöglicht dort die Echtzeit-Kommunikation für automatisierte Terminalabläufe und Logistikprozesse.

Milliardenkosten durch Regulierung

Während die europäischen Anbieter auf Flächendeckung setzen, zeigen internationale Leistungsvergleiche, was technisch möglich ist. Laut Ookla-Daten für das erste Halbjahr 2026 führt T-Mobile in den USA bei Verfügbarkeit und Geschwindigkeit – mit einem mittleren Download-Tempo von rund 400 Megabit pro Sekunde. Alle drei großen US-Anbieter halten in über 110 Städten Geschwindigkeiten von über 200 Mbit/s.

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Doch der Ausbau der neuen Netze in Europa wird durch erhebliche finanzielle und regulatorische Hürden gebremst. Branchenanalysten schätzen, dass der EU-Cybersicherheitsakt (CSA2) die Mobilfunkbetreiber jährlich zwischen 3,4 und 4,3 Milliarden Euro kosten wird. In Deutschland, wo Huawei-Komponenten 58 Prozent der 5G-Funkzugangsnetze ausmachen, wird der Austausch von Risikoausrüstung auf rund 2,5 Milliarden Euro veranschlagt. Bis 2028 soll der Anteil solcher Lieferanten in der EU auf 20 bis 25 Prozent sinken.

Software-Kluft wird größer

Die Schere zwischen alten und neuen Geräten dürfte sich mit den kommenden Betriebssystem-Updates weiter öffnen. Am Dienstag veröffentlichte Apple die erste öffentliche Beta von iOS 27. Zwar läuft das System noch auf Modellen ab dem iPhone 11 – viele Kernfunktionen bleiben jedoch der aktuellen Hardware vorbehalten.

Die erweiterten Apple-Intelligence-Funktionen benötigen mindestens den A17-Pro-Chip aus dem iPhone 15 Pro. Noch anspruchsvollere KI-Funktionen wie natürlichere Siri-Sprachsteuerung und komplexe Diktieraufgaben setzen sogar 12 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus – ein Wort, den nur das iPhone 17 Pro, das Pro Max und die neuen Air-Modelle erreichen.

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