Internationale, Akupunkturwoche

40. Internationale Akupunkturwoche: 75 Jahre DÄGfA in Bad Staffelstein

12.05.2026 - 04:43:12 | boerse-global.de

Die DÄGfA feiert Jubiläum und präsentiert Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur bei Nacken- und Rückenschmerzen.

40. Internationale Akupunkturwoche: 75 Jahre DÄGfA in Bad Staffelstein - Foto: über boerse-global.de
40. Internationale Akupunkturwoche: 75 Jahre DÄGfA in Bad Staffelstein - Foto: über boerse-global.de

Seit dem 11. Mai 2026 versammeln sich rund 1.000 Teilnehmer im Kloster Banz in Bad Staffelstein zur 40. Internationalen Akupunkturwoche. Das Jubiläum fällt mit dem 75-jährigen Bestehen der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) zusammen, die 1951 in München gegründet wurde und heute rund 8.000 Mitglieder zählt. Im Fokus steht die klinische Wirksamkeit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei chronischen Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Muskel-Skelett-Beschwerden.

Wissenschaftliches Programm und Festakt

Das Programm läuft noch bis zum 17. Mai 2026 und umfasst rund 80 Fachkurse. Höhepunkt ist das wissenschaftliche Symposium am 14. Mai unter dem Motto „Wissenschaft. Ethik. Klinik. – Integrative Medizin im Wandel". Die DÄGfA blickt auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurück: Aus einer Nischenmethode ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren geworden. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit bei chronischen Rückenschmerzen und Kniearthrose – die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten standardmäßig.

Das Symposium am Donnerstag bietet Vorträge von Professor Maio, Professor Kohls und Dr. Ventocilla. Sie diskutieren die ethischen und klinischen Herausforderungen der integrativen Medizin im modernen Krankenhausalltag. Die DÄGfA betont: Die Anerkennung der Akupunktur durch die Krankenkassen war der entscheidende Schritt zur Professionalisierung des Fachgebiets.

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Akupressur gegen Verspannungen: Selbsthilfe für zu Hause

Neben der klinischen Akupunktur rückt zunehmend die Akupressur in den Fokus. TCM-Experten weisen darauf hin, dass Nackenverspannungen oft körperliche Ausdruck von innerem Druck, Angst und Grübelmustern sind. Zwei Druckpunkte gelten als besonders wirksam:

Der „Yin Tang"-Punkt zwischen den Augenbrauen hilft gegen innere Unruhe und Druck im Kopf. Sanfter Druck oder kreisende Massage in Kombination mit ruhiger Atmung wird empfohlen. Der „He Gu"-Punkt (Dickdarm 4) zwischen Daumen und Zeigefinger dient traditionell der Lösung von Verspannungen. Ein bis zwei Minuten Druck auf diesen Punkt sollen das innere Gleichgewicht fördern.

In der TCM-Theorie spielt auch das Konzept des „Dreifachen Erwärmers" (San Jiao) eine Rolle. Die Zahl 36 hat dabei symbolische Bedeutung für Vollständigkeit – 36 Wiederholungen einer bestimmten Drucktechnik gelten als ausreichender Reiz für den Körper.

Schmerztherapie im Wandel: Weniger Medikamente, mehr Integration

Die Schmerzmedizin bewegt sich weg von rein pharmazeutischen Ansätzen. Medizinische Berichte vom 10. Mai 2026 zeigen: Ibuprofen-Dosen über 400 mg pro Einnahme bringen kaum zusätzliche Schmerzlinderung, erhöhen aber das Risiko von Nebenwirkungen deutlich. Dies spricht für integrative Konzepte, die niedrig dosierte Medikamente mit physikalischen und traditionellen Therapien kombinieren.

Eine Studie im Journal of Clinical Medicine vom 11. Mai 2026 untersuchte faszienorientierte Physiotherapie bei chronischen Rückenschmerzen mit begleitender Depression. In der Studie mit 41 Patienten zeigte die Faszien-Gruppe eine Schmerzreduktion von 3,21 auf der numerischen Ratingskala (NRS), die Kontrollgruppe von 2,17. Die Unterschiede waren statistisch nicht signifikant, doch die Ergebnisse belegen: Verschiedene physiotherapeutische Ansätze können die Schmerztherapie wirksam ergänzen.

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Auch die pflanzliche TCM-Therapie gewinnt an Bedeutung. Dr. Huynh Tan Vu vom Universitätsklinikum Ho-Chi-Minh-Stadt empfiehlt Beifuß in verschiedenen Formen gegen Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen – als Tee, Umschlag mit Essig oder in der Ernährung. Diese traditionellen Anwendungen werden neu bewertet, um den Einsatz synthetischer Schmerzmittel zu reduzieren.

Differenzialdiagnose: Nicht jeder Kopfschmerz ist gleich

Die Akupunkturwoche thematisiert auch komplexe Kopfschmerzfälle, die über die TCM hinausgehen. Die Mayo-Klinik weist darauf hin: Schwere Kopfschmerzen durch Nervenkompression (Nervus occipitalis oder supraorbitalis) können eine operative Dekompression erfordern, wenn andere Behandlungen versagen. Solche Eingriffe führen oft innerhalb von Wochen zu deutlicher Besserung.

Das chinesische CDC hat aktualisierte Leitlinien zur Unterscheidung von Spannungskopfschmerz, Migräne und medikamentenbedingtem Kopfschmerz veröffentlicht. Besondere Warnsignale: Plötzliche, starke „Donnerschlag"-Kopfschmerzen oder solche mit Fieber und Nackensteifigkeit erfordern sofortige ärztliche Abklärung.

Long-COVID: Sechs Jahre später bleibt Kopfschmerz ein Thema

Die Pandemie wirkt nach: Sechs Jahre nach ihrem Beginn zählen Kopfschmerzen zu den häufigsten und hartnäckigsten Long-COVID-Symptomen. Zwar haben die Omikron-Variante und Impfungen die durchschnittliche Dauer akuter Symptome auf etwa 7,7 Tage verkürzt. Doch viele Patienten leiden länger als drei Monate unter Post-COVID-Beschwerden. Die Pathophysiologie umfasst endotheliale Entzündungen – ein Bereich, in dem integrative Ansätze wie Akupunktur und spezifische Phytotherapie derzeit auf ihr Potenzial für langfristige Linderung untersucht werden.

Die DÄGfA blickt nach vorne: Die Kombination alter Techniken – wie der Stimulation bestimmter Akupressurpunkte – mit moderner Diagnostik und spezialisierter Physiotherapie prägt die Zukunft der chronischen Schmerztherapie in Europa.

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