40.000 Pfund Sand statt KI-Chips: Diebe stehlen PlusAI-Testanhänger
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 21:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Fremont im US-Bundesstaat Kalifornien haben Unbekannte zwei Anhänger des Technologieunternehmens PlusAI entwendet. Die Täter vermuteten in den Fahrzeugen offenbar wertvolle Ausrüstung für künstliche Intelligenz, da die Transporter unter anderem mit Logos des Chipherstellers Nvidia versehen waren.
Doch statt hochpreisiger Rechentechnik transportierten die Anhänger lediglich gewöhnlichen Sand, der zu Testzwecken für autonome Lastwagen eingesetzt wurde.
Einbruch auf dem Testgelände in Fremont
Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwoch, dem 23. September 2026, auf dem Lager- und Testgelände von PlusAI in Fremont. Mitarbeiter des Unternehmens bemerkten den Einbruch am darauffolgenden Donnerstagmorgen nach 9:30 Uhr und verständigten die Polizei. Wie Aufnahmen aus Überwachungskameras zeigten, waren zwei fremde Zugmaschinen auf dem Gelände unterwegs.
Die Einbrecher brachen die Schlösser der beiden Anhänger auf und koppelten diese an ihre eigenen Zugmaschinen an. Die vor Ort abgestellten Zugmaschinen von PlusAI ließen die Täter unberührt zurück. Auf den Außenseiten der gestohlenen Transporter waren gut sichtbar die Logos von PlusAI sowie Nvidia angebracht, was den Verdacht nahelegt, dass die Täter gezielt nach teurer Hardware für autonome Fahrsysteme suchten.
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Fracht unversehrt in Newark sichergestellt
Der Diebstahl endete für die Täter jedoch ohne den erhofften Ertrag. Ein Bekannter entdeckte die beiden entwendeten Anhänger bereits am Donnerstag im benachbarten Newark, etwa eine halbe Meile vom Tatort entfernt. Die örtliche Polizei konnte die Gespanne am Donnerstagnachmittag des 24. September 2026 sicherstellen und an das Unternehmen übergeben.
Die Ladung war bei dem Fund noch vollständig intakt. Laut PlusAI-Sprecherin Lauren Kwan enthielten die Fahrzeuge eine simulierte Testladung von insgesamt 40.000 Pfund Sand, verteilt auf rund 20.000 Pfund (rund 9 Tonnen) pro Anhänger. Das Unternehmen nutzt die schwere Fracht routinemäßig für Forschungs- und Entwicklungsfahrten, um das Fahrverhalten autonomer Lkw unter realen Gewichtsbelastungen zu erproben.
Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen, Festnahmen gab es bislang nicht. Die Täter konnten bisher nicht identifiziert werden. Der Chiphersteller Nvidia reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu dem Fall.
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