Graz, Städte

3D-Druck: TU Graz kühlt Städte mit Keramikwürfeln um 7 Grad

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 15:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue 3D-Druck-Technologien ermöglichen passive Kühlung, elektronikfreie Interaktion und stabilere Metallteile. Forscher präsentieren nachhaltige Innovationen.

3D-Druck-Revolution: Kühlende Keramikwürfel und smarte Materialien
Nahaufnahme einer 3D-gedruckten, porösen Keramikstruktur als innovatives System zur passiven Kühlung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die additive Fertigung wächst über die reine Prototypenerstellung hinaus. Forscher zeigen Systeme zur passiven Kühlung, interaktive Objekte ohne Elektronik und stabilere Metallbauteile.

Keramikwürfel kühlen Städte

Ein Forschungsteam der TU Graz präsentierte Anfang August ein System zur passiven Kühlung von Gebäuden und Stadtbereichen. 3D-gedruckte Keramikwürfel mit 23 Zentimetern Seitenlänge speichern dank ihrer porösen Struktur Feuchtigkeit und kühlen durch Verdunstung. In einem Praxistest auf dem Campus sank die Umgebungstemperatur um knapp 7 Grad Celsius.

Die Wissenschaftler experimentieren mit verschiedenen Materialmischungen. Neben klassischen Keramikmassen kommen Pilzmyzel, Holzspäne oder Schlamm aus dem Neusiedler See zum Einsatz. Ziel ist eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Klimaanlagen.

Interaktive Objekte ohne Elektronik

Forscher des MIT stellten mit ShiftLens ein System vor, das interaktive Objekte vollständig im 3D-Druckverfahren herstellt – ganz ohne elektronische Bauteile. Durch mechanische Impulse wie Drücken, Schieben oder Drehen verändert sich das optische Erscheinungsbild der Oberfläche.

Denkbar sind intelligente Verpackungen oder Sicherheitsbehälter. So könnte eine Chemikalienflasche beim festen Verschließen ein grünes Häkchen zeigen, bei lockerem Verschluss erscheint ein rotes Ausrufezeichen. Ein Design-Tool soll die Erstellung solcher Oberflächen automatisieren.

Südkoreanische Forscher des GIST ergänzen diesen Bereich: Im Juli präsentierten sie ein smartes Material, das Berührungen und Biegungen ähnlich der menschlichen Haut unterscheiden kann.

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Die TU Graz hat gezeigt: 3D-gedruckte Keramikwürfel können die Umgebungstemperatur um knapp 7 Grad senken – ganz ohne Strom. In diesem kostenlosen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie diese Technik für Ihre eigenen Projekte nutzen können. Jetzt kostenlosen Praxisleitfaden anfordern

Stabilere Metallbauteile für die Industrie

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM veröffentlichte Anfang August Ergebnisse zu einer modellgestützten Berechnungskette für die Oberflächennachbehandlung. Verfahren wie Kugelstrahlen oder Festwalzen steigern die Schwingfestigkeit von Bauteilen aus Aluminium, Edelstahl oder Titan um bis zu 40 Prozent. Die Lebensdauer der Komponenten verlängert sich dadurch signifikant.

An der Queen’s University Belfast arbeitet die Forschung parallel an 3D-gedruckten Flow-Batterien. Diese nutzen Eisen anstelle des selteneren Vanadiums und sollen kostengünstige Speicherlösungen für erneuerbare Energien liefern.

Maker-Szene und Design im Wandel

Die Maker Faire Hannover erwartet Mitte August über 200 Aussteller. Angekündigt sind großformatige Stahlkonstruktionen mit integrierter Lasertechnik und Projekte zur Vermittlung technologischer Kompetenzen.

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Hitze in Städten wird zum Problem – und Klimaanlagen treiben die Energiekosten. Die Lösung könnte in porösen Keramikwürfeln liegen, die Feuchtigkeit speichern und durch Verdunstung kühlen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Materialien sich eignen und wie Sie eine Kühlwand aufbauen. Leitfaden zur passiven Kühlung jetzt sichern

Ende Juli versammelte die FabLab-Community im Rahmen der FabX-Konferenz im Ruhrgebiet Experten für Recycling und Open-Source-Hardware. Designer in Kopenhagen zeigten zudem Möbel aus expandierbarem PLA, die durch Erwärmung und Verformung ihre finale Gestalt erhalten.

Auch für Hobby-Anwender gibt es Neues: KI-gesteuerte Arbeitsabläufe bereiten komplexe Figurenmodelle in wenigen Minuten automatisiert für den Druck vor – inklusive Optimierung der Bauteiltoleranzen.

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