Telekom, Vodafone

2G-Aus bis 2028: O2 folgt Telekom und Vodafone bei GSM-Abschaltung

01.06.2026 - 14:26:51 | boerse-global.de

O2 Telefónica schaltet GSM-Netz 2028 ab. Telekom und Vodafone haben bereits konkrete Daten genannt. Ältere Handys verlieren den Empfang.

2G-Aus bis 2028: O2 folgt Telekom und Vodafone bei GSM-Abschaltung - Bild: über boerse-global.de
2G-Aus bis 2028: O2 folgt Telekom und Vodafone bei GSM-Abschaltung - Bild: über boerse-global.de

Nach Telekom und Vodafone hat nun auch O2 Telefónica konkrete Pläne für die Abschaltung seines GSM-Netzes vorgelegt. Bis Ende des Jahres wird die veraltete Technologie komplett aus der deutschen Mobilfunklandschaft verschwinden.

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Einheitlicher Zeitplan der Netzbetreiber

O2 Telefónica schaltet seine 2G-Dienste in der zweiten Jahreshälfte 2028 ab. Das Unternehmen folgt damit dem Branchentrend zur effizienteren Nutzung der Frequenzressourcen.

Die Wettbewerber haben bereits präzise Termine fixiert: Die Telekom plant die Abschaltung für den 30. Juni 2028, Vodafone setzt den Schlusspunkt für September 2028.

Technikchef Mallik Rao von O2 betont, dass der 2G-Standard den heutigen Datenanforderungen nicht mehr gerecht werde. Durch die Deaktivierung lässt sich die Effizienz steigern: Experten rechnen mit einem Kapazitätsgewinn von rund zehn Prozent für LTE und 5G, da die blockierten Frequenzen umgewidmet werden können.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Für die meisten Mobilfunknutzer bringt die Umstellung keine spürbaren Einschränkungen. Moderne Smartphones greifen primär auf 4G- und 5G-Netze zu. Die Abdeckung liegt laut Bundesnetzagentur aktuell bei 97,79 Prozent für 4G und 95,29 Prozent für 5G.

Kritisch wird die Abschaltung für Besitzer älterer Mobiltelefone ohne LTE-Unterstützung. Klassische Modelle wie das Nokia 6310 oder frühe Smartphones wie das iPhone 5 und das Samsung Galaxy S3 mini verlieren nach dem Stichtag ihren Empfang. Besonders betroffen sind einfache Senioren-Handys.

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Industrie und Autos vor Herausforderungen

Neben Privatnutzern steht die Industrie vor Anpassungen. Viele IoT-Geräte wie Sensoren oder Alarmsysteme kommunizieren noch über 2G. Vodafone will einen Teil des 2G-Spektrums für industrielle Anwendungen bis 2030 aufrechterhalten.

Ein wesentlicher Punkt betrifft den automatischen Notruf eCall in Kraftfahrzeugen. Ältere Systeme auf 2G-Basis können nach der Abschaltung keine Notrufe mehr absetzen. Zwar führt das nicht zu Problemen bei der Hauptuntersuchung, die Funktionalität ist aber nicht mehr gegeben.

Ein neuer eCall-Standard auf Basis von LTE und 5G ist seit Anfang 2026 für neue Fahrzeugtypen Pflicht. Ab 2027 muss dieser Standard in allen Neufahrzeugen verbaut sein.

Parallel zur Netzplanung entwickeln sich die Tarife weiter. Die Telekom erhöhte zum 1. Juni 2026 das Datenvolumen in ihren MagentaMobil-Tarifen – der 5G-Zugang bleibt standardmäßig enthalten. Das unterstreicht die Strategie der Anbieter, Kunden frühzeitig in die modernen Netzinfrastrukturen zu überführen.

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