US-Staaten, Millionen

23andMe-Datenleck: 42 US-Staaten erhalten 18 Millionen Euro

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 08:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

42 US-Generalstaatsanwälte einigen sich mit 23andMe auf 18 Mio. Euro wegen Datenlecks. Neue Sicherheitsauflagen für das Institut.

23andMe-Datenleck: 18-Millionen-Vergleich mit US-Behörden besiegelt
Digitales Vorhängeschloss, verflochten mit DNA-Helix, leuchtende Datenströme, symbolisiert genetische Datensicherheit und -verletzungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Bündnis von 42 US-Generalstaatsanwälten hat einen Vergleich über 18 Millionen Euro mit dem Insolvenzverwalter des Gentest-Unternehmens 23andMe erzielt. Der Deal soll die Folgen eines massiven Datenlecks aus dem Jahr 2023 regeln, bei dem die persönlichen und genetischen Daten von rund 6,9 Millionen Kunden weltweit kompromittiert wurden.

Die Verteilung der Vergleichssumme

Die Gelder fließen an die beteiligten Bundesstaaten sowie den District of Columbia. Texas erhält mit rund 1,3 Millionen Euro den höchsten Einzelbetrag. Connecticut bekommt knapp 888.000 Euro, New York über 705.000 Euro und Arizona rund 612.000 Euro.

Oregon stehen 577.000 Euro zu, Minnesota erhält 515.000 Euro – für die 92.385 betroffenen Einwohner des Bundesstaates. Die Behörden in Minnesota betonten, das Unternehmen habe das Vertrauen seiner Nutzer missbraucht. Weitere Zahlungen gehen an Pennsylvania (492.000 Euro), Georgia (452.000 Euro) und New Jersey (rund 410.000 Euro). Alaska und South Dakota erhalten 165.000 beziehungsweise 149.000 Euro.

Angeführt wurde die Koalition von der Generalstaatsanwaltschaft Connecticuts. Neun Bundesstaaten beteiligten sich nicht an der Einigung: Kalifornien, Hawaii, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, Rhode Island und Wyoming.

Insolvenzverfahren und neue Sicherheitsauflagen

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Der Vergleich kommt mehr als ein Jahr nach der Insolvenzanmeldung von 23andMe im März 2025. Im Zuge des Verfahrens wurden die Datensätze des Unternehmens an das TTAM Research Institute verkauft – eine Einrichtung unter Führung von Anne Wojcicki, die inzwischen in 23andMe Research Institute umbenannt wurde.

Als Teil der Verkaufs- und Vergleichsvereinbarung muss das Institut nun verschärfte Sicherheitsauflagen erfüllen. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass sich die Schwachstellen wiederholen, die 2023 zum unbefugten Zugriff auf hochsensible genetische Daten geführt hatten.

Getrennte Entschädigung für betroffene Kunden

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Neben dem 18-Millionen-Vergleich hatte 23andMe bereits eine separate Einigung über 46,75 Millionen Euro in einem Sammelklageverfahren für betroffene Verbraucher erzielt. Um aus diesem Topf entschädigt zu werden, mussten Nutzer ihre Ansprüche bis zum 17. Februar 2026 anmelden.

Berichten zufolge wurden aus diesem Fonds bereits rund 14,3 Millionen Euro an die Geschädigten ausgezahlt. Der jetzt bekannt gegebene Vergleich der Bundesstaaten stellt eine separate Regelung dar – er betrifft die von den Regierungen eingeklagten Verstöße gegen Verbraucherschutz- und Datenschutzgesetze.

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