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124 Millionen Passwörter geleakt: Experten raten zu sofortigen Änderungen

17.06.2026 - 18:08:15 | boerse-global.de

Angesichts massiver Datenleaks und steigender Cyberangriffe erweitern Google und Apple ihre Sicherheitsfunktionen für Smartphones und PCs.

Google und Apple: Neue Sicherheitsfeatures gegen Schadsoftware
Millionen - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt ein Schildsymbol, mit subtilen binären Codes im Hintergrund, die Cybersicherheit und Datenschutz symbolisieren. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Grund: Die Bedrohung durch spezialisierte Schadsoftware und Datendiebstähle nimmt rasant zu.

Pixel Drop bringt neuen Schutz

Google rollt im Juni neue Werkzeuge für Pixel-Smartphones aus. Sie erscheinen parallel zu Android 17 und Wear OS 7. Im Fokus stehen ein verbesserter Diebstahlschutz und KI-gestützte Funktionen. Android 17 bietet zudem schwebende App-Fenster und flexiblere Anpassungen der Oberfläche.

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WhatsApp auf dem iPhone erlaubt jetzt zwei Konten auf einem Gerät. Die Multi-Account-Funktion kommt mit Version 26.22.76. Sie trennt private und berufliche Profile mit eigenen Benachrichtigungen.

124 Millionen Passwörter geleakt

Die Dringlichkeit zeigt ein aktueller Fund: HaveIBeenPwned hat Mitte Juni 124 Millionen Passwörter und 56 Millionen E-Mail-Adressen aufgenommen. Die Daten stammen von infizierten Endnutzer-Rechnern – sogenannten Stealer-Logs. Experten raten betroffenen Nutzern zu sofortigen Passwortänderungen.

Apple reagiert mit neuen Sicherheitsrichtlinien für macOS Tahoe. Ein zweistufiges Warnsystem im Terminal schützt vor Social Engineering. Es blockiert bekannte Malware wie den Amos Stealer – ohne Umgehungsmöglichkeit. Für macOS 27, bereits als Entwickler-Beta verfügbar, verspricht Apple zudem mehr Performance und ein neues Design.

Mozilla hat Thunderbird 152 veröffentlicht. Das Update schließt 38 Sicherheitslücken, davon zwölf hochkritische. Die neue Version unterstützt zudem Sicherheitsgeräte nach Unternehmensrichtlinien.

Das 3-2-1-Prinzip als Rettungsanker

Neben technischem Schutz empfehlen Experten präventive Datensicherung. Das 3-2-1-Prinzip: Drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medien, eine Kopie extern. Für die Archivierung eignen sich externe Festplatten oder SSDs – 4 Terabyte kosten rund 150 Euro.

Cloud-Dienste wie iCloud, Google Drive oder OneDrive sind ebenfalls eine Option. Für günstige Langzeitarchivierung großer Datenmengen bietet sich Amazon S3 Glacier an: etwa 0,099 Dollar monatlich für 100 Gigabyte. Der Zugriff erfolgt verzögert. Im Geschäftsumfeld gelten die GoBD-Aufbewahrungsfristen: zehn Jahre für Rechnungen, sechs Jahre für Geschäftsbriefe.

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Strafen bis zu 15 Millionen Euro

Der Cyber Resilience Act (CRA) verschärft die Regeln für Hersteller. Ab Ende 2027 sind schwache oder fest codierte Anmeldedaten in IoT-Geräten verboten. Jedes Gerät braucht eine eigene kryptografische Identität. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Die Maßnahmen kommen nicht zu früh: Im Mai gab es weltweit fast 700 öffentlich gemeldete Ransomware-Angriffe – ein Plus von 48 Prozent zum Vorjahresmonat. Besonders betroffen ist das Bildungswesen. In Deutschland bleibt die Zahl der wöchentlichen Angriffe pro Organisation stabil bei rund 1.318 Vorfällen. Google geht zudem juristisch gegen das chinesische Cyberkriminellen-Netzwerk Outsider vor. Ihm wird vorgeworfen, KI-Systeme für großangelegte Phishing-Kampagnen zu missbrauchen.

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