Zwangsräumung in Dresden: Michael Rednik tritt um 11 Uhr in Hungerstreik
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 11:45 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Konflikt um die Zwangsräumung eines Wohnhauses im Dresdner Stadtteil Leuben spitzt sich weiter zu. Der 57-jährige Michael Rednik hat angekündigt, um 11 Uhr in einen trockenen Hungerstreik zu treten.
Ziel der Maßnahme sei es, die Rückgabe des ehemaligen Eigenheims in der Stephensonstraße 21 zu erzwingen. Die sechsköpfige Familie steht infolge des behördlichen Vollzugs seit elf Wochen ohne feste Bleibe da. Auslöser für die Räumung der Immobilie waren nicht gezahlte Grundsteuern.
Angekündigte Ausweitung des Protests
Der Protest der Familie gegen die Maßnahme dauert bereits seit dem 17. August 2026 an und soll nun schrittweise eskalieren. Wie aus einem Bericht von tag24.de vom 2. November 2026 hervorgeht, will sich die 51-jährige Mutter Annette dem Hungerstreik am 9. November 2026 anschließen. Für die darauffolgende Woche haben die drei erwachsenen Töchter Anna (24), Michelle (25) und Jenny (27) angekündigt, ebenfalls in den Streik einzutreten.
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Die wochenlange Wohnungslosigkeit und der Verlust des gewohnten Umfelds stellen für die Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Nach Angaben der Familie ist die jüngste Tochter Zarina seit dem Vollzug der Zwangsräumung traumatisiert. Die Zehnjährige hat in der Vergangenheit weder eine Kindertagesstätte noch eine Schule besucht.
Gesprächsangebot aus dem Dresdner Rathaus
Auf städtischer Ebene haben die Vorgänge inzwischen Reaktionen hervorgerufen. Das Jugendamt unterbreitete der betroffenen Familie ein Hilfsangebot, um Unterstützung bereitzustellen.
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Zudem schaltete sich die Stadtpolitik ein: Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) lud die Familie zu einem persönlichen Gespräch in das Rathaus ein, um über die Situation zu beraten. Ob das Gesprächsangebot angenommen wird und den angekündigten Schritt der Familie abwenden kann, blieb zunächst offen.
