Zoll-Razzia, Arbeiter

Zoll-Razzia: 29 Arbeiter ohne Erlaubnis in E-Commerce-Firmen

31.05.2026 - 07:48:51 | boerse-global.de

Zoll und Polizei ziehen Bilanz spektakulärer Kontrollen: Von harmlosen Privatfunden bis zu illegaler Beschäftigung und Tierquälerei.

Zoll-Razzia: 29 Arbeiter ohne Erlaubnis in E-Commerce-Firmen - Foto: über boerse-global.de
Zoll-Razzia: 29 Arbeiter ohne Erlaubnis in E-Commerce-Firmen - Foto: über boerse-global.de

Zoll und Polizei melden spektakuläre Kontrollen an den Grenzübergängen – mit ungewöhnlichen Funden.

Am Grenzübergang Thayngen zwischen Deutschland und der Schweiz sorgte eine Frau mit 55 Koffern für Aufsehen. Die in der Schweiz lebende Fahrerin eines Transporters hatte am Samstag das gesamte Gepäck dabei – Koffer und Taschen in beeindruckender Anzahl. Die Zollbeamten des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) setzten ein mobiles Röntgengerät ein, um die Ladung zu durchleuchten. Rund 20 Minuten dauerte die Prozedur.

Das Ergebnis: keine illegalen Waren. „Es handelte sich um persönliche Gegenstände und Haushaltswaren, die nicht im Ausland gekauft wurden", erklärte BAZG-Sprecher Oliver Varga. Solche privaten Sachen sind bei der Rückkehr in die Schweiz von Einfuhrabgaben befreit. Die Frau durfte ihre Reise fortsetzen.

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Großrazzia gegen illegale Beschäftigung

Weniger harmlos war ein Großeinsatz des Frankfurter Hauptzollamts am 21. Mai. 300 Beamte durchsuchten elf Objekte in Hessen und Bayern. Ziel der Aktion: zwei E-Commerce-Firmen für Elektronik, die im Verdacht stehen, systematisch Arbeitskräfte aus China illegal beschäftigt und eingeschleust zu haben.

Bei den Razzien trafen die Ermittler auf 63 Angestellte – 29 von ihnen ohne gültige Arbeitserlaubnis. Die Beamten sicher zudem technische Vermögenswerte im Wert von 43.000 Euro.

Schaf im Kofferraum: Tierquälerei am Grenzübergang

Ein kurioser Fall ereignete sich am Samstag am Grenzübergang Neuhaus am Inn. Deutsche Polizisten entdeckten im Kofferraum eines Fahrzeugs ein angebundenes Schaf. Die drei Insassen konnten keine gültigen Ausweispapiere vorlegen. Das Tier wurde in ein örtliches Tierheim gebracht. Der 69-jährige Fahrer muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

Neue Ausweise mit Chip: Schweiz rüstet auf

Die Schweiz bereitet sich auf eine Änderung der Grenzidentifikation vor. Bis Ende 2026 soll ein neuer Personalausweis mit biometrischem Chip eingeführt werden – inklusive Fingerabdruck. Grundlage ist ein überarbeitetes Freizügigkeitsabkommen mit der EU.

Das Bundesamt für Polizei (fedpol) betont, dass der Chip den Fälschungsschutz verbessern soll. Für Reisen ins Ausland wird die biometrische Karte künftig nötig sein. Für den reinen Inlandgebrauch bleibt der alte Ausweis allerdings gültig.

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Mercosur-Abkommen: Bauern warnen vor Billigfleisch

Parallel zu den Grenzkontrollen sorgt ein Handelsabkommen für Diskussionen. Landwirtschaftsvertreter in der Schweiz warnen vor den Folgen des Mercosur-Vertrags. Sollten zollfreie Fleischimporte aus Südamerika ermöglicht werden, fürchten sie massive Wettbewerbsnachteile.

Bereits 2025 importierte die Schweiz rund 16.000 Tonnen Geflügel aus Mercosur-Staaten – hauptsächlich aus Brasilien. Bauernverbände fordern nun Ausgleichszahlungen für heimische Produzenten. Während einige internationale Regulierungsbehörden über Importverbote für bestimmte Fleischprodukte wegen Bedenken zu Arzneimittelstandards nachdenken, versichern die Schweizer Bundesbehörden: „Hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen bleiben unter jedem neuen Handelsrahmen bestehen."

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