Zivilschutz-Probealarm: 99,33 Prozent der Sirenen in Österreich funktionierten
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 17:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beim bundesweiten Zivilschutz-Probealarm zur Überprüfung der Notfallkommunikation haben 99,33 Prozent der getesteten Sirenen in Österreich einwandfrei ausgelöst. Nach Angaben des Bundesministeriums für Inneres (BMI) funktionierten 8.343 von insgesamt 8.399 geprüften Anlagen fehlerfrei. Die Quote der Ausfälle lag bei 0,67 Prozent, was 56 Sirenen entspricht.
Im Vorjahr 2025 hatte das BMI bei 8.364 überprüften Anlagen eine Erfolgsquote von 99,56 Prozent (8.327 Sirenen) und 37 Ausfälle (0,44 Prozent) gemeldet. Parallel dazu führten das Innenministerium und die Landeswarnzentralen einen flächendeckenden Test des digitalen Warnsystems AT-Alert durch.
Ergebnisse der Sirenenüberprüfung in den Bundesländern
Der Probealarm wurde zwischen 12:00 und 12:45 Uhr mit vier aufeinanderfolgenden Signalen abgehalten: Sirenenprobe (15 Sekunden Dauerton), Warnung (drei Minuten gleichbleibender Dauerton vor herannahender Gefahr), Alarm (eine Minute auf- und abschwellender Heulton als Aufforderung zum Aufsuchen schützender Bereiche) sowie Entwarnung (eine Minute Dauerton als Signal für das Ende der Gefahr). Die bundesweite Überprüfung findet seit 1998 jeweils am ersten Samstag im Oktober statt.
Laut dem BMI erzielten das Burgenland und Vorarlberg eine Erfolgsquote von jeweils 100 Prozent; im Burgenland lösten alle 325 Sirenen aus, in Vorarlberg alle 230. In Oberösterreich funktionierten 99,73 Prozent der Anlagen (vier Ausfälle bei 1.498 Sirenen), in Tirol 99,71 Prozent (drei Ausfälle bei 1.025 Sirenen), in der Steiermark 99,53 Prozent (sechs Ausfälle bei 1.278 Sirenen), in Wien 99,44 Prozent (ein Ausfall bei 180 Sirenen) und in Salzburg 99,42 Prozent (drei Ausfälle bei 521 Sirenen).
Niederösterreich meldete eine Quote von 98,90 Prozent mit 27 Ausfällen bei 2.450 Sirenen, nachdem 2025 noch 99,71 Prozent bei sieben Teilausfällen erreicht worden waren. In Kärnten waren 98,65 Prozent erfolgreich, wobei 880 von 892 Sirenen funktionierten und 12 ausfielen.
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Zusätzliche Schutzkanäle und AT-Alert-Auslösung
Parallel zu den akustischen Signalen der Sirenen wurde das seit 2024 bestehende System AT-Alert überprüft. Laut Mobilfunknetzbetreibern verlief die Testauslösung erfolgreich. Das Innenministerium versendete um 12:00 Uhr eine erste österreichweite Testnachricht, gefolgt von weiteren Auslösungen durch die neun Landeswarnzentralen zwischen 12:45 und 13:00 Uhr.
Das System erreicht Mobiltelefone im betroffenen Gebiet ohne Registrierung und warnt im Ernstfall vor Unwettern, Überschwemmungen oder Waldbränden. Die höchste Alarmstufe ertönt laut BMI auch bei stummgeschalteten Endgeräten.
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In einzelnen Bundesländern kamen ergänzende Warnwege zum Einsatz. Die Stadt Wien testete digitale Plakate sowie Warnmeldungen über DAB+ Radio ohne Probleme. Das Land Tirol meldete fehlerfreie Testwarnungen auf rund 200 Fahrplananzeigen des Verkehrsverbundes Tirol sowie auf digitalen Werbetafeln.
Zudem setzte der Zivilschutzverband erstmals die Zivilschutz-App Ziva ein. Laut einer Erhebung des Verbandes vom 3. Oktober 2026 waren 86 Prozent der Salzburger bereits von Unfällen, Unwettern oder Kriminalität betroffen, während lediglich 35 Prozent ihre persönliche Notfallvorbereitung als gut oder sehr gut beurteilen.
