Wuppertal: 167 Tempoverstöße bei 1.620 Messungen und drei Fahrverbote
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 16:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit umfangreichen Schwerpunktaktionen haben Polizeibehörden und kommunale Ordnungsämter am Wochenende vom 25. September 2026 die Sicherheitslage im öffentlichen Raum überprüft. Im Fokus der koordinierten Maßnahmen in mehreren deutschen Städten standen Waffenverbotszonen, die Bekämpfung von Betäubungsmittelkriminalität sowie die Überwachung des Straßenverkehrs.
Zehntausende Überprüfungen in Düsseldorf und Aachen
In der Düsseldorfer Altstadt kontrollierten Einsatzkräfte ab dem Abend des 25. September 2026 die dortige Waffen- und Messerverbotszone. Die Kontrollen erfolgten im Straßenraum sowie in eigens errichteten Zelten.
Bei rund 13.600 überprüften Personen stellten die Einsatzkräfte 13 Messer, vier Pfeffersprays, einen Schlagring sowie einen Kubotan sicher. Dies entspricht einer Fundquote von 0,15 Prozent, womit mehr Funde als bei vergleichbaren Kontrollen im August verzeichnet wurden.
Gegen alle Betroffenen wurden Straf- oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. Einsatzleiter Polizeidirektor Oliver Strudthoff zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden und kündigte weitere Einsätze an.
Parallel führte die Polizei Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, der Bundespolizei und weiteren Netzwerkpartnern am Freitagabend zwischen 18:00 und 02:00 Uhr Kontrollen im Stadtgebiet und der Städteregion durch. Von 430 kontrollierten Personen trug niemand Messer oder verbotene Gegenstände bei sich.
Die Bilanz wies sechs Straftaten, 19 Ordnungswidrigkeiten sowie sechs Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz aus. Zudem gab es eine vorläufige Festnahme wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt. Im Zuge begleitender Verkehrskontrollen überprüften die Beamten 164 Fahrzeuge und maßen die Geschwindigkeit von 1.567 Fahrzeugen.
Die Bilanz des Kontrollwochenendes zeigt, wie stark der Erfolg von der Vorbereitung abhängt: In Düsseldorf wurden bei rund 13.600 überprüften Personen 13 Messer und weitere verbotene Gegenstände sichergestellt, in Wuppertal führten 1.620 Messungen zu 167 Verstößen und drei Fahrverboten. Wer solche Schwerpunktaktionen plant, braucht eine belastbare Koordination zwischen Polizei, Ordnungsamt und weiteren Partnern. Der kostenlose Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Waffenverbotszonen einrichten, Messstellen planen und Anzeigen sauber bearbeiten. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Maßnahmen gegen Drogenkriminalität und Verkehrssünder
In Paderborn lag das Augenmerk der Kontrollen von Samstag um 18:00 Uhr bis Sonntag um 02:30 Uhr auf dem Inneren Ring, dem Bürgerpark und dem Riemekepark. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt sowie den Ausländerämtern von Stadt und Kreis führte die Polizei 90 Personenkontrollen durch.
Nach einem Fluchtversuch im Riemekepark nahmen die Beamten einen 22-jährigen Syrer vorläufig fest, der Betäubungsmittel versteckt hatte. Neben ihm erhielten ein 23-jähriger Syrer und ein 18-jähriger Deutscher Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes. Die Einsatzkräfte sprachen 15 Platzverweise aus und übergaben eine 13-Jährige ihren Eltern.
Die Polizei Wuppertal kontrollierte in der Nacht auf Samstag in Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt insbesondere an der Jesinghauser Straße, der Gathe und der Bundesallee. Bei 1.620 Geschwindigkeitsmessungen registrierten die Beamten 167 Verstöße, 29 Ordnungswidrigkeiten und drei Fahrverbote.
Der höchste gemessene Wert lag bei 120 km/h in einer Zone mit maximal zulässigen 50 km/h. Fünf Fahrzeuge wurden wegen schwerer technischer Mängel als verkehrsunsicher entsiegelt und stillgelegt; vier Fahrzeugführer mussten sich einer Blutprobe unterziehen.
An innerstädtischen Brennpunkten entscheidet die Einsatzplanung darüber, ob Kontrollen greifen: In Mainz wurden seit Beginn der Maßnahmen über 1.100 Personen kontrolliert, mehr als 160 Strafanzeigen gestellt und in über 250 Fällen Drogen, Waffen und Bargeld sichergestellt. Für Ordnungsämter und Sicherheitsbehörden heißt das, Brennpunkte früh zu erkennen und Kräfte gezielt zu bündeln. Der Leitfaden liefert eine Checkliste zur Brennpunkt-Analyse und einen Praxisbericht zur Messstellen-Planung im Verkehr. Checkliste und Praxisbericht sichern
In Mainz zieht die Ermittlungsgruppe „Szene“ eine Zwischenbilanz ihrer Kontrollen an Brennpunkten wie der Kaiserstraße, dem Hauptbahnhof und dem Bleichenviertel. Bislang wurden über 1.100 Personen kontrolliert oder durchsucht.
Die Beamten leiteten mehr als 160 Strafanzeigen ein, sicherten in über 250 Fällen Drogen, Waffen und mehr als 30.000 Euro Bargeld und vollstreckten elf von insgesamt über 30 Festnahmen auf Basis von Haftbefehlen. Die Einsätze werden weitergeführt.
